วันเสาร์ที่ 31 ธันวาคม พ.ศ. 2554

Natalia: Intime Bekenntnisse des teuersten Escort-Girls in New York Top Produkt!



Aus dem wahren Leben ..., teilweise etwas oberflächlich, ansonsten sehr straight und tough geschrieben. Leichte Lektüre die einen trotzdem fesselt. Ein Buch zum "darüber streuen", aber empfehlenswert.
Das Beste Buch seit langem,
absolut lesenswert, Habe das Buch in nur wenigen Tagen verschlungen! Es liest sich einfach wunderbar und gibt einen interessanten Blick hinter die Kulissen der Escort-Branche. Knallhart, ehrlich und stellenweise auch wirklich traurig.
Natalia, Escort Girl New York,
Spannende Geschichte, Die Story an sich hört sich sehr viel versprechend an, jedoch wird das Buch mit jeder Seite langweiliger. Immer dasselbe Geschehen und langweilig geschrieben.
EINFACH GENIAL!!!, Spannend und sehr freizügig geschrieben.
Sehr Interessant so tief in die Welt des Escort-Service eintauchen zu können.
Nur zu empfehlen dieses Buch.
Von Wiederholungen geprägt..., Das Buch liest sich gut, aber manche Geschichten wiederholen sich einfach zu oft. Immer wieder wird auf einfachste Art und Weise von Drogen und Sex gesprochen. Mag sein, dass das der Alltag ist. Aber das Buch könnte meiner Meinung nach auf weniger Seiten geschrieben stehen. Irgendwie habe ich mir mehr erhofft. Wenn man den Text auf dem Buchcover liest weiß man schon alles.
Einfach nur wow, Ein wundervolles Buch über den Aufstieg und Fall eines besonderen Menschen, das man von der ersten bis zur letzten Seite liest ohne es aus der Hand zu legen. Es zeigt auf eindrucksvolle Weise wie nahe Licht und Schatten beieinander liegen und wie tückisch die Welt der Schönen und Reichen sein kann.
Escort Einblicke, Im Großen und Ganzen fand ich das Buch gut. Es ist gut geschrieben und man kann es flüssig lesen.
Allerdings ist es sehr Drogenlastig. Das Buch hatte mein Interesse geweckt da es im Titel um ein Escort Girl geht und ich hatte mir mehr Berichte über die Tätigkeit gewünscht als über Ihre Drogentouren.

Empfehlen würde ich das Buch dennoch.
Wahnsinn, Ich habe das Buch in einem durch gelesen und musste mich am Schluss nochmal daran erinnern, dass dies kein Krimi, sondern eine Biographie ist. Ich bin bei Besuchen immer mit einem irren Respekt durch die hippen Bars, Restaurants und Clubs Manhattan's gelaufen, hab gesehen, wie die Leute dort riesige Mengen Geld ausgeben und mich mehr als einmal gefragt, ob ich das nicht unbedingt dem ach so normalen Leben in good old Germany vorzuziehen ist - das Buch hilft definitiv, den ganzen 'Glamour' mal in einem anderen Licht zu sehen.

Ich wuerde zwar nicht unbedingt mit der Autorin sympathisieren, aber ihr Buch ist ein Knaller.

"Freizügig, schonungslos, heiß!" (Jolie )Eine "ehrliche, schonungslose Biografie" (Madonna )"Dieses Buch liest sich wie Candace Bushnell auf Crack.

วันศุกร์ที่ 30 ธันวาคม พ.ศ. 2554

Die Kunst, Chanel zu sein. Coco Chanel erzählt ihr Leben: Aufgezeichnet von Paul Morand Guter zu gutem Preis



Eine Hommage an die moderne Frau., Der Buchtitel hätte nicht treffender gewählt werden können. Er sagt genau das aus, was Gabrielle Chanel für viele Menschen darstellte, eine IKONE des 20.Jahrhunderts.
Der Unterschied zu anderen Ikonen ist ihr Gespür für schlichte Eleganz."Einfachheit ist der Schlüssel jeder wahren Eleganz."
Mit ihren Kreationen revolutionierte sie die Pariser Modewelt der Zwanziger Jahre auf unkonventionelle Art und Weise. Sie war nicht nur eine mondäne Geschäftsfrau, die der Männerwelt die Stirn bot, für viele ist sie eine der ersten POP IKONEN der Moderne.
Ihr Freiheitsdrang spiegelte sich nicht ausschliesslich in ihrer Mode wieder; sie erkannte früh, das finanzielle Unabhängigkeit der Grundstein für ein selbstbestimmtes Leben ist.
Mit ihrem Unternehmergeist, stand sie den Männern Ihrer Zeit in nichts nach. Sie schuf schon zu Lebzeiten ein weltberühmtes Modeimperium, das seinesgleichen sucht. Bis heute hat es nichts an Eleganz eingebüßt. Der Name CHANEL steht seit fast einem Jahrhundert für zeitlose Mode, die "dem Körper der Frau seine Freiheit wieder gegeben hat.
Ich habe das Universum gekleidet..., Im Winter 1946 trifft der Schriftsteller Paul Morand, die ins Exil begebene Chanel in St. Moritz, für mehrere Abende, wo er der untätigen, müssig, verärgerten, berühmten Modefrau sein Ohr schenkt und die Gespräche mitschreibt. Über 30 Jahre sollten diese Notizen verstauben, bis sie dann durch den Zufall eines Umzugs den Weg ans Tageslicht wieder finden sollten und 1976 erstmals in französisch veröffentlich wurden.

Kleine Kritik am Verlag: Im Anhang finden sich über 240 Anmerkungen, die aber im lfd. Text nicht markiert sind, ich habe es leider erst im Laufe des Lesens gemerkt und finde dies schade um die sonst so liebevoll mit Foto's ausgestattete Neuausgabe.

Eine vereinsamte Einzelkämpferin blättert da ihr Leben auf, das schon beginnend mit der Kindheit sich unnatürlich gestaltet, sie wächst in einem Waisenhaus auf und später in einem Umfeld von "Tanten", die sie eher unterdrücken als unterstützen, in dem sie z.B. sich anhören muss: "Geld wirst Du nie haben." Eine Frau die sich zur Kämpfernatur entwickelt, sich in die Arbeit vernarrt, erfolgreich wird, scheu und eher zurückgezogen lebt. Eine Frau die beide Weltkriege erlebt, ihr Talent sie weltberühmt werden lässt, ihr Unternehmen mit 6 Angestellten beginnt und bei 3500 Personen ankommt, die sich materiell alles leisten kann, und doch in ihrem Innenleben einen verzweifelten, traurigen, "ausgesetzten" Eindruck macht. Den einzigen Mann den sie liebt, Boy Capel, verliert sie durch einen tötlichen Autounfall. Es ist auch der Mann, der sie bei Gründung ihres Modeunternehmens finanziell unterstützen sollte.
Sehr kluge Frau, Ich bin leider nicht so eine großartige Schreiberin, dennoch empfehle ich das Buch gerne weiter.
Es ist, im Gegensatz zu anderen Biographieren, spannend erzählt, liest sich wie ein Roman.
Coco Chanel war damals schon ihrer Zeit voraus, sie könnte auch im Heute leben.
Eine wahrlich kluge Frau,ich war sehr beeindruckt.
Das kratzt und sitzt nicht, "Coco Chanel erzählt ihr Leben" - Ha, dass ich nicht lache. Ich dachte ich hätte hier eine autenthische Biographie in Händen. Von wegen. Frau Chanel erzählt unzusammenhängend aus ihrem Leben, dass der Autor genauso unzusammenhängend wiedergibt, ohne jegliche Angabe von Jahreszahlen. Man kann sagen, dass sie mehr über ihre Ansichten und über ihren Umgang berichtet, als über ihre Stationen im Leben. Es wirkt alles zusammengewürfelt, sie verwendet lauter französische Begriffe und soviele Namen, die wahrscheinlich keinem Menschen außer ihr etwas sagen. Ab und an gibt es ein paar Anmerkungen auf den letzten Seiten, die manchmal ein bißchen zum Verständnis beitragen, die mir nachzuschlagen aber irgendwann auch zu blöd wurde. Das zur Qualität des Buches, jetzt zu ihr als Frau.
Es mag zwar Ansichtssache sein, aber ich finde sie hat einfach nur Nonsens von sich gegeben. Frau Chanel ist sowas von sich eingenommen, dass es bloß noch weh tut. Sie zieht über alle ihre Freunde her, sagt von sich aus, dass andere Meinungen ihr ein Horror sind und ständig versucht sie ihr Wort als Recht geltend zu machen. Das nervt einfach.

Fragt man mich heute, was ich über Coco Chanels Leben erfahren habe, kann ich sehr wenig von ihrem Leben oder ihrem Erfolgsgeheimnis berichten. Ich kann nur noch sagen, dass sie wohl eine überkanditelte, einsame, verbitterte Person war. Das Buch hat ihrem Ikonenstatus sehr geschadet.
Der Vulkan der Auvergne - Ein Mythos, "Ich habe versucht, von mir zu sprechen, ohne an mich zu denken. Denn jeder, der an sich denkt, ist bereits tot. Aber da man genauso tot ist, wenn die anderen nicht mehr an einen denken, musste ich mich, wenn auch widerwillig, entschließen, mich in Szene zu setzen und Ihnen meine Präsenz aufzuzwingen." So kommentiert eine der bekanntesten Personen der Modewelt die ungewohnte Freizügigkeit, über ihr Leben zu plaudern.

"Einfachheit ist der Schlüssel jeder wahren Eleganz" - der Mythos Chanel nun auch im Kino mit Audrey Tautou in der Hauptrolle.Coco Chanel, die erste Unternehmerin, die mit Stil, Eleganz und eiserner Disziplin ein Weltimperium schuf, wusste, worauf es ankommt. Sie erfand das kleine Schwarze, schnitt alte Zöpfe ab und lebte vor, dass es großen Spaß macht, selbst Geld zu verdienen.Gabrielle Chanel, genannt Coco, 1883-1971, verbrachte ihre Kindheit als Halbwaise bei ihren Tanten in der Auvergne, bis sie als junges Mädchen davonlief. Ihre Beziehung zu dem wohlhabenden Engländer Boy Capel, der ihr einen Hutsalon in der Rue Cambon vorfinanzierte, stand am Anfang ihrer beispiellosen Karriere als Unternehmerin. Innerhalb von nur 15 Jahren hatte Coco Chanel ein Modeimperium aufgebaut; nach dem Zweiten Weltkrieg feierte sie damit ein großes Comeback, das bis heute andauert.

วันพฤหัสบดีที่ 29 ธันวาคม พ.ศ. 2554

Goethe und Schiller. Geschichte einer Freundschaft gut



"Schlagt ihn tot, den Hund! Er ist ein Rezensent" (174)., Für Goethes Blutdruck war es sicherlich eine gute Sache, dass es in den deutschen Staaten gegen Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts keine der Öffentlichkeit zugängliche Rezensentenplattform à la Amazon gab, auf der ein jeder sich zum Kommentieren Berufener zu, nun ja, allem seinen Senf dazu geben konnte. Und hätte der große Meister wohl jemals seinen Faust geschrieben, hätte er gewusst, dass sein Werk zwecks Egoschmeichelein diverser Hobbyschreiberlinge "abgeklickt" wird?? Fragen über Fragen über die man sich bei Bedarf den Kopf zerbrechen kann. Safranski tut dies dankenswerterweise nicht, sondern rekonstruiert aus dem Briefwechsel der beiden großen, vielleicht größten, deutschen Schriftsteller die Geschichte einer Freundschaft, ohne die es so große Dramen wie "Maria Stuart" oder den "Wallenstein" in der uns heute bekannten Form niemals gegeben hätte. Gleichzeitig entwirft "Goethe und Schiller - Geschichte einer Freundschaft" ein spannendes Panorama des kulturellen und politischen Deutschlands vor rund 200 Jahren.

"Ein Glück für mich war es..., daß ich Schillern hatte. Denn so verschieden unsere beiderseitigen Naturen auch waren, so gingen doch unsere Richtungen auf Eins, welches denn unser Verhältnis so innig machte, daß im Grunde keiner ohne den Anderen leben konnte" (310). Goethe wusste, was für ein Freund ihm verloren ging, nachdem der stets kränkelnde Schiller 1805 gestorben war. Elf Jahre zuvor hatte die Freundschaft begonnen, als Schiller einen Einladungsbrief an Goethe schrieb, um ihn zur Mitarbeit an der Literaturzeitschrift "Die Horen" zu bewegen. Goethe zehrte zu diesem Zeitpunkt noch von seinen frühen Erfolgen "Götz von Berlichungen" und "Werther" und war ein bisschen in der Versenkung verschwunden und blieb lediglich durch sein unstandesgemäßes Liebesleben im Gespräch. Goethe nimmt das Angebot an und die sich nun anbahnende Freundschaft zahlt sich für ihn unmittelbar aus. Goethe und Schiller beginnen eine Diskussion über "Wilhelm Meister", den Roman, an dem Goethe zu diesem Zeitpunkt arbeitet, die so fruchtbar verläuft, dass sich ganze Passagen auf Schillers Anmerkungen zurückführen lassen.

"Fahren Sie fort, mich mit meinem eigenen Werk bekannt zu machen" (131). Es war vor allem Schillers Reflexionsgenie, welches Goethe immer wieder faszinierte. Erst durch Schillers Kommentare habe er sich sein eigenes Werk in seiner Gänze erschließen können, so Goethe.
Safranski: Goethe und Schiller, ein wunderbares Buch. Kenntnisreich und mit gut dotierten Details. Schöne und differenzierte Sprache. Eben Safranski.
Aufklärung bis Romantik, Eine gut lesbare Lektüre, in die man auch ohne Vorkenntnisse problemlos einsteigen kann. Safranski schreibt flüssig und unterhaltsam, arbeitet die unterschiedlichen Haltungen von Goethe und Schiller ebenso deutlich heraus, wie die Gemeinsamkeiten.
Ein ordentliches Buch, das auch einen groben Überblick der Geisteshaltungen von Aufklärung bis Romantik gibt.
Für mich hätte manches gerne ausführlicher behandelt werden können.
Goethe und Schiller,Geschichte einer Freundschaft, Schwer zu lesen,aber wenn man sich dann eingelesen hat,kann man gar nicht mehr aufhören.
Geschichte einer Freundschaft, Rüdiger Safranski wurde am 1. Januar 1945 in Rottweil geboren. Er ist Philosoph und Schriftsteller. Die 'Literarische Welt' sagt über ihn, dass er einer der kompetentesten und bekanntesten Historiker deutscher Ideen- und Kulturgeschichte ist.

Er schrieb u.a. das Buch Goethe & Schiller ' Geschichte einer Freundschaft, welches ich euch heute vorstellen möchte.

Goethe und Schiller ' diese beiden Namen gehören irgendwie zusammen ' und warum das so ist, das und viel mehr kann man im Buch begreifen und verstehen lernen.

Inhalt und Gliederung:
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Prolog

Erstes Kapitel
- Erste Begegnung 1779
- Preisverleihung an der Hohen Karlsschule
- Der Student und der berühmte Dichter auf Besuch
- Zeitgeist Sturm und Drang
- '.
Das reine Lesevergnügen!, Das Buch war ein Geschenk an meinen Sohn.

Seine Bewertung.
Ein interessantes Buch für Leser der Belletristik.
Empfehlung für Interessierte an Biografien grosser Deutscher.
Wahre Freundschaft in deutschen Landen, Die beiden ergänzten sich auf wunderbare Weise: der eine sorgte für Helligkeit und Bewusstsein, der andere für schöpferische Verbindung mit dem Dunklen und Unbewussten. Die beiden Regionen - Idee und Erfahrung, Freiheit und Natur, Begriff und Vieldeutigkeit- zusammenzuführen, war ihr gemeinsames Ideal. Sie selbst und noch mehr die Nachwelt nannten es - das Klassische.
So hatten die Freunde Freude aneinander und nahmen sich wechselseitig in Gebrauch...
Als Schiller starb, wusste Goethe, dass für ihn damit eine Epoche seines Lebens zu Ende ging. So innig war inzwischen das Verhältnis geworden, dass Goethe Zelter gegenüber, dem Freund der späteren Jahre, bekannte: "Ich dachte mich selbst zu verlieren, und verliere nun einen Freund und in demselben die Hälfte meines Daseins"...
Diese Freundschaft, die reich ist an Aspekten und Geschichten, war doch vor allem dies - ein kontroverses Gespräch bis zum Ende.
Eben deshalb lässt sich so viel damit anfangen.
(Vorwort, Seite 15).

Wahre Freundschaft ist und war zu allen Zeiten ein seltenes Gut. Bestimmt einzigartig ist aber diese spezielle Freundschaft, die zwei so besondere Geistesgrößen vereint, die dabei noch so unterschiedlich in Charakter, Alter und Neigung sind. Doch die zwei Gegensätze stoßen sich nicht ab, sondern jeder trägt durch seine Gabe zur Bereicherung des anderen bei.
perfekter Service, Buch ist ein Geschnk - über Inhalt können keine Angaben gemacht werden.
Begeisternde Biografie, Es war ganz schön viel los damals, in Weimar und Jena. Herder und die Humboldt-Brüder, die Schlegel-Brüder, Schelling und Novalis, der Hilfe suchende Hölderlin, Skandal-Philosoph Fichte und die imposante Madame de Staël, die sich bei ihrem Besuch 1803/1804 mit Goethe pointierte Rededuelle zur deutschen Poesie liefert: Rüdiger Safranski lässt sie alle vorkommen, die damals Rang und Namen hatten in der literarisch-philosophischen Welt, deren Herz in Weimar schlug.

Nach seiner viel gepriesenen Schiller-Biografie hat der Autor das zu jenem Buch bereits gesichtete Material für einen Ableger genutzt und gleich noch einen Verkaufsschlager geschrieben, in dem er sich auf die Entwicklung der Freundschaft zwischen den beiden Köpfen der Weimarer Klassik konzentriert hat. Als Anker und gleichsam als Leitmotiv seines Doppel-Lebensbildes dient ihm in dieser (erwartungsgemäß etwas Schiller-lastigen Darstellung) Schillers Unterscheidung zwischen dem naiven und dem sentimentalischen Dichter aus dem entsprechenden Essay: Für ersteren Typus steht Goethe, dem als Naturtalent mit der Gabe der Intuition insbesondere philosophische Reflexion nicht so in die Wege gelegt ist wie seinem "sentimentalischen" Antipoden Schiller, dessen kreatives Zentrum nach eigener Auffassung nicht der Instinkt, sondern das Bewusstsein ist und der somit "aus dem Abstand zur Natur arbeitet" (S. 122).

Immer wieder kommt dieser Gegensatz zum Tragen: Schiller ist der wegen seiner Krankheit oft von der Welt isolierte, fast immer daheim weilende Denker, der Literatur seiner eigenen widerstrebenden Natur abtrotzen muss und der sich über seine Theater-Theorie schließlich seinen persönlichen Olymp erobert, den ihm selbst Goethe nicht streitig machen kann: Er wird der begnadetste Theater- und Balladendichter seiner Epoche und ist in seinem letzten Lebensjahrzehnt sogar der größere Star im Literaturzirkus. Goethe dagegen, der "naiv" dichtende Günstling der Natur, schöpft aus der Welt, von der er "zu viel" hat, was ihn vor allem nach dem Mammutwerk "Wilhelm Meister" hemmt. Doch Schiller sieht bei Goethe keine Hemmung, er bewundert die schlafwandlerisch-natürliche Sicherheit, mit der dieses "naive" Genie Kunst produzieren kann, wenn er über entsprechende Eindrücke verfügt wie die von seiner Italienreise oder vorher aus seiner Wetzlarer Zeit, die beim "Werther" Pate stand. Naivität wird aber auch bei seiner unehelichen (!) Verbindung mit Christiane Vulpius deutlich, die die Weimarer Aristokratie als Mésalliance ächtet.
das beste Buch von Rüdiger Safranski, Rüdiger Safranski beschreibt in seinem Buch "Goethe & Schiller - Geschichte einer Freundschaft" äußerst lesenswert, wie fruchtbar die Freunschaft dieser beiden wohl "größten" deutschen Dichter zueinander war. Der Autor beschreibt sehr anschaulich was diese beiden sehr "starken" unterschiedlichen Charaktere voneinander trennte und vereinte. Er beschreibt, wie aus einem schwierigen Start der beiden, aus der alles andere als Freunschaft spricht, sich mit der Zeit in eine Freundschaft wandelt, die ein Leben lang anhalten wird. Herr Safranski berichtet davon, wie sie sich gegenseitig in und an ihren Arbeiten unterstützten, wie sie sich halfen und jeder auf seiner Weise von dieser Freundschaft partizipierten, die nicht nur auf die Arbeit beschränkt war, sondern auch im privaten Bereich stattfand. Wahre Freundschaft ist nur sehr schwer zu finden, hier hat sie stattgefunden. Für mich eines der besten, wenn nicht sogar das beste Buch, was Rüdiger Safranski geschrieben hat.

"Ein Buch über das Glück des gemeinsamen Arbeitens, über das Ende des Neides und die Freude, den Stern des anderen leuchten zu lassen: Ein Buch über die Freundschaft von Goethe und Schiller (...) mit unglaublich vielen anrührenden, begeisternden, motivierenden, geistesschönen Momenten." Volker Weidermann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 23.08.09 "Rüdiger Safranski erzählt souverän und unterhaltsam von der Freundschaft zwischen Goethe und Schiller." Hubert Spiegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.10.

วันพุธที่ 28 ธันวาคม พ.ศ. 2554

วันอังคารที่ 27 ธันวาคม พ.ศ. 2554

Brecht, Bertolt Super Preis-Leistungsverhältnis



Brechts Leben im Schnelldurchgang, Auf weniger als 150 Seiten schafft uns Reinhold Jaretzky einen Überblick über Brechts Leben und Werk. Das ist ambitioniert, gelingt ihm aber erstaunlich gut. Er findet ein Gleichgewicht zwischen Brecht als Privatperson, als Lyriker und, wie er ihn gerne nennt, als Stückeschreiber. Besonders diese Kombination von Privatem und Profissionellem lassen sein Werk für mich in einem neuen Licht erscheinen. Die Beschreibung seiner Genialität, seines Arbeitseifers gepaart mit dieser fragilen und ängstlichen Person, die Jaretzky schön herausarbeitet und meist an Brechts Liebschaften mit verschiedenen Frauen zur gleichen Zeit verdeutlicht, macht die Qualität dieser Kurzbiographie aus.
Einen Punktabzug gibt es für den abrupten Schluss. Dort verweist uns der Autor knapp darauf, dass unser heutiges Interesse an Brecht vor allem der Kraft und Orginalität seiner Sprache gelten sollte und weniger seiner politischen und pädagogischen Bedeutung. Brecht als Lehrmeister habe ausgedient...
Brecht, ein Mensch in seinem Widerspruch, Was bleibt 50 Jahre nach Brechts Tod? Ein Dichter, den man jenseits parteipolitischer Vorbehalte genießen darf, weil er er große Kunst hevorgebracht hat. Zu diesem Schluß kommt Reinhold Jaretzky in seiner Monographie, in der er einen Spannungsbogen schlägt von der Jugend eines Bürgerschrecks aus gutbürgerlichem Hause, von einem, der nicht aus innerem Drang heraus schrieb, sondern von Anfang an das Stückeschreiben als Brotberuf betrachtete bis über den Tod des gleichzeitig bewunderten und geschmähten Nationalpreisträgers der DDR hinaus in unsere Gegenwart. Bisher wenig bekannte Details über Brechts für seine Mitarbeiter anstrengende Arbeitsweise, das von ihm konsequent als Einheit gelebte Berufs-, Privat- und Liebesleben werden ohne Voyeurismus im zeitgeschichtlichen Kontext dargestellt. Wir lernen einen Autofan, Geschäftsmann, wenig vorbildlichen Vater, Exilanten, Lyriker und Theaterdirektor mit despotischen Zügen näher kennen, wobei auch seine Mißerfolge und Fehler kritisch betrachtet werden. Erfreulich ist die Feststellung, daß die Theatertheorien Brechts nunmehr eher von kunsthistorischem Interesse sind. Damit wurden Oberschüler früher zuweilen so arg gequält, daß ihnen der ganze Spaß an der Dichtung zumindest zeitweise vergehen mußte.

Fünfzig Jahre nach Brechts Tod ist es an der Zeit, Leben und Werk dieses Autors neu zu betrachten. Dabei kommt Reinhold Jaretzky zu überraschenden Ergebnissen. Der vermeintlich angestaubte Klassiker fasziniert zwar weiterhin als Autor einer unverwüstlichen Dramatik. Ins Blickfeld rücken aber verstärkt der Antibürger Brecht, der sprachgewaltige Lyriker und der fast unbekannte radikaldemokratische Medientheoretiker. Zu dieser Monographie gibt es auch ein Hörbuch.

วันจันทร์ที่ 26 ธันวาคม พ.ศ. 2554

Matthias Claudius: Eine Biographie Guter zu gutem Preis



Standartwerk !, Annelen Kranefuss ist die beste Kennerin vom Matthias Claudius Leben und Werk in Deutschland und hat mit ihrer sehr einfühlsamen, objektiven und tiefschürfenden Biographie des Dichters, Journalisten und vor allem Menschen Matthias Claudius einen neuen Maßstab in der Lebensbeschreibung dieses außergewöhnlichen Menschen gesetzt.

Ihre chronologisch angelegte Biographie ist in 14 Kapitel unterteilt und erzählt in spielerischer Weise das Leben des 1740 in Reinfeld bei Lübeck geborenen Matthias Claudius.
Gesamtschau von Person, Werk und Zeit, "Denn dieses scheint die Hauptaufgabe der Biographie zu sein, den Menschen in seinen Zeitverhältnissen darzustellen, und zu zeigen, inwiefern ihm das Ganze widerstrebt, inwiefern es ihn begünstigt, wie er sich eine Welt- und Menschenansicht daraus gebildet ...", so Goethe.

Nichts anderes hat Annelen Kranefuss mit der jetzt vorliegende Biografie über Matthias Claudius getan. Eine Biografie, die das Zeug hat, zum Standardwerk zu werden.

»Der Mond ist aufgegangen, / Die goldnen Sternlein prangen / Am Himmel hell und klar; / Der Wald steht schwarz und schweiget, / Und aus den Wiesen steiget / Der weiße Nebel wunderbar.« - Matthias Claudius war mehr als nur der Verfasser des »Abendlieds«: Annelen Kranefuss zeichnet das Leben eines beeindruckenden Mannes nach.

Matthias Claudius (1740-1815) gehört zu den wohl berühmtesten Lieddichtern deutscher Sprache. Ihn aber lediglich auf sein Gedicht »Abendlied« zu reduzieren, das als Volkslied große Popularität erlangte, täte ihm unrecht: In dem frommen Idylliker und Familienvater steckte ein wacher Geist.

วันอาทิตย์ที่ 25 ธันวาคม พ.ศ. 2554

Jack London: Der Schriftsteller und das Meer Für den Preis super!



Geniale Foto-Biografie!, Nach einem fotobiografischen Band, der sich mit Éric Tabarly befasste, wagt sich Delius Klasing Verlag an eine weitere seglerisch-abenteuerliche Gestalt: Jack London. London, der sich innerhalb von sechs Jahren - nach den ersten Verlagsabsagen - zum Erfolgsautor "hochschrieb", wurde acht Jahre nach "Der Seewolf" zum bestbezahlten Schriftsteller der Welt. Er war Austernräuber, Goldsucher, Tramp, Journalist, Schriftsteller, Kriegsberichterstatter, Fabrikarbeiter, Landstreicher und... und Segler. Seine Abenteuer fingen eigentlich zu Wasser an: als er nämlich die San Francisco Bay in seiner Jolle unsicher machte. Er klaute Austern, was ihm sein finanzielles Überleben sicherte. Er tat dies so gut, dass er darin - obwohl noch Teenager - zum berüchtigten Meister wurde...
Viel von Jack London steckt in seinen Büchern, sehr viel in Irving Stones Biografie, "Zur See und im Sattel. Das Leben Jack Londons".
Jetzt wird die fotografische Lücke in diesem einzigartigen Leben geschlossen: "Jack London. Der Schriftsteller und das Meer" ist eine fabelhafte Arbeit. Der Schriftsteller hinterließ knapp 12.000 Fotos aus seinen Reisen, die penibel durchgesucht wurden. Soweit ihr Alter es zuließ, wurden sie in diesem Band in hochqualitativer Form wiedergegeben. Auf Londons Bildern entdeckt man eine Welt, die es heute nicht mehr gibt. Details sagen viel über das damalige, reale Leben aus, über Menschen, denen London begegnete, seine Nächsten. Sie verraten jedoch vor allem viel über ihren Urheber, einen faszinierenden und dennoch im Leben verlorenen Mann. Und dies immer aus einer seglerischen Perspektive!
Das Buch lässt sich im doppelten Sinne genießen: zum einen als Bildband, zum anderen seines Textinhaltes wegen. Es ist schlicht und einfach großartig. Einmal mehr beweist auch eine weitere Publikation, dass schwarz-weiße Fotografie zeitlos ist.
Fabelhafte Lektüre und - oder: vor allem - ein Schmaus für Augen!

Leo Walotek-Scheidegger / 4mare.

Er war Schriftsteller, Journalist, Fotograf und Abenteurer im besten Sinne als Jack London 1916 im Alter von nur 40 Jahren starb, hinterließ er ein Werk, das in seiner Lebendigkeit bis heute fasziniert. Im Mittelpunkt dieses Text-Bildbandes steht das Segeln und die Seefahrt eine der großen Leidenschaften dieses ungewöhnlichen Autors. Schon in früher Jugend kreuzte er auf wilden Kursen mit einer kleinen Jolle in der San Francisco Bay, dann mit einer Slup als Austernräuber in seinem Heimatrevier, und schließlich, mit erst 17 Jahren, fuhr er als Matrose auf dem Robbenfänger SOPHIE SUTHERLAND, einem Dreimastschoner, in die Beringsee. Als erfolgreicher Schriftsteller ermöglichten ihm die reichlich sprudelnden Honorare, sich sein Traumschiff zu bauen die gut 17 Meter lange Ketsch SNARK. Mit ihr unternimmt London 1907 eine 18 Monate dauernde Reise über den Pazifik in die Südsee, zunächst nach Hawaii, zu den Marquesas, nach Tahiti und schließlich zur Inselgruppe der Salomonen, nach Samoa und zu den Fidschi Inseln. 1910 kauft sich der Schriftsteller die neun Meter lange Jolle ROAMER. In Begleitung seiner Frau Charmian verbringt er damit ganze Monate auf dem Sacramento River und in der Bucht von San Francisco beim Schreiben, Segeln und Fischen.

วันเสาร์ที่ 24 ธันวาคม พ.ศ. 2554

Das Buch der verbrannten Bücher Begeistert!



Feuereifer und Trauerfeuer, Zwar ist Volker Weidermann nicht der erste, der nach Spuren der von den Nazis verbrannten Autoren sucht, aber seine Spurensuche war nicht nur erfolgreich, sondern liest sich auch hervorragend. Freilich hätte er außer Jürgen Serkes "Verbrannte Dichter" noch weitere, nicht minder verdienstvolle Fährtensucher wenigstens nennen müssen, zum Beispiel Walter Zedak, Jost Hermand oder Richard Drews und Alfred Kantorowicz, oder die von Jarmatz, Barck und Diezel herausgegebene "Exil in ..."-Reihe, die in den 70er Jahren in der DDR erschienen war (und noch einige andere). Und freilich hätte er noch eine Bibliographie anfügen können, denn man bekommt schon während der Lektüre Lust, sich mit dem ein oder anderen Autor näher zu beschäftigen -- aber wird oder wurde der inzwischen auch irgendwo wieder verlegt? Auch ein systematischer bibliographischer Nachweis der Erinnerungsliteratur wäre mehr als sinnvoll gewesen. Dass Weidermann all das ohne viel Mehraufwand hätte anführen können, liegt auf der Hand, denn man merkt nahezu jeder Seite an, dass er bemerkenswert gründlich und zeitaufwendig recherchiert hat. Damit wären aber auch schon die wind- und wetterfesten Kritikpunkte abgehakt; die Habens-Seite wiegt weitaus schwerer.
Feuereifer und Trauerfeuer, Zwar ist Volker Weidermann nicht der erste, der nach Spuren der von den Nazis verbrannten Autoren sucht, aber seine Spurensuche war nicht nur erfolgreich, sondern liest sich auch hervorragend. Freilich hätte er außer Jürgen Serkes "Verbrannte Dichter" noch weitere, nicht minder verdienstvolle Fährtensucher wenigstens nennen müssen, zum Beispiel Walter Zedak, Jost Hermand oder Richard Drews und Alfred Kantorowicz, oder die von Jarmatz, Barck und Diezel herausgegebene "Exil in ..."-Reihe, die in den 70er Jahren in der DDR erschienen war (und noch einige andere).
"Ein Mensch stirbt zweimal. Zuerst erleidet er den Tod, dann gerät er in Vergessenheit" (Talmud), Volker Weidermann ist den Lesern der FAZ und der FAZ am Sonntag seit langem bekannt als literaturbegeisterter Kritiker und auch als Förderer von junger Nachwuchsliteratur.
Nach langen Recherchen und "atemlosen" Lesen, wie er das nennt, hat er nun ein Buch vorgelegt, das 75 Jahre nach der Bücherverbrennung der Nationalsozialisten im Mai 1933 all jenen vergessenen und geächteten Dichtern und Schriftstellern ein würdiges Denkmal setzt und dabei jenen alten jüdischen Weisheitssatz befolgt, der der Erinnerung eine große Macht zuschreibt für das Genesen und die Würde eine Volkes. Und er hat nicht geruht, bis er auch alle beisammen hatte, kein einziger sollte vergessen werden:

"Das vorliegende Buch beschreibt keinen Ausschnitt.
Berührt!, Wer liest schon gerne lange Bücher, die eine bloße Aufstellung von Autorenbiografien enthalten? Also, ich nicht.
Bei diesem Buch war es jedoch anders. Weidermanns Sprachstil und die von ihm mit viel Feingefühl niedergeschriebenen Details aus dem Leben der Schriftsteller, deren Titel im 3. Reich verbrannt wurden, trieben einen geradezu durch das Buch. Mehr und mehr wollte man erfahren, je weiter man gelesen hatte.
Wer liest schon gerne lange Rezensionen? Also, ich nicht.
Erst werden Bücher, dann Menschen verbrannt, Nach dem großartigen Buch "Lichtjahre" (s. auch meine Rezension vom 9.Juni 2006), einer kurzen Geschichte der deutschen Literatur von 1945 bis heute, blickt Volker Weidemann, Literaturkritiker und Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, in seinem neuen Buch auf die Zeit vor 1945 zurück. 1933 wurden von Wolfgang Herrmann Schwarze Listen" erstellt, auf denen 131 Autoren aufgeführt waren, deren Bücher aus Bibliotheken, Buchhandlungen und möglichst auch Privathäusern entfernt werden sollten. Am 10. Mai 1933 wurden dann aus barbarischem Ungeist dann in vielen Städten auf Scheiterhaufen Bücher verbrannt, die für die Nazis entartet, undeutsch oder nicht mit ihrer menschenverachtenden Ideologie vereinbar waren. Goebbels rief in einer flammenden Rede die Autoren auf, dessen Werke dem Feuer übergeben werden sollten. Seinem Aufruf zu dieser "Säuberungsaktion" folgten nicht nur SA-Leute, sondern auch Studenten, Professoren und Bibliothekare.

Volker Weidermann hat ausgiebig recherchiert und es sich jetzt zur Aufgabe gemacht, an all diese bekannten oder weniger bekannten Autoren zu erinnern, über jeden ein kleines Kapitel zu schreiben. Und indem dem Leser die Gelegenheit gibt, sich diese Autoren zu vergegenwärtigen, setzt er jedem ein kleines Denkmal, auch wenn der eine oder andere Autor kein großer Literat war. Wie dem auch sei, was literarisch keinen hohen Stellenwert erlangt muss man nicht entsorgen, indem man es verbrennt.

Auf der Liste, die der Autor durchgearbeitet hat, stehen vierundneunzig deutsch- und siebenunddreißig fremdsprachige Schriftsteller. Neben bekannten Namen wie Tucholsky, Kästner, Brecht, Remarque, Anna Seegers, Klaus Mann , Stefan Zweig und Jack London, sind auch vollkommen unbekannte Namen dabei, Autoren die es zu lesen aber allemal lohnt.
Farbig, sachlich und berührend, Man kennt das doch - da hat man ein Sachbuch, findet es eigentlich interessant und verendet doch auf halber Strecke. Nicht so bei Volker Weidermann. Fesselnd war es; mittels treffenden kurzen und doch aussagekräftigen biographischen Notizen und erhellenden Zitaten wird hier ein Panorama der Zeit, ihrer Literatur und ihrer Menschen entworfen. Man beginnt zu ermessen, welche Kultur damals ihr Ende fand. Mit dem angemessenen Respekt und doch die eigene Stimme erhebend schreibt Weidermann über die vielen Autoren, deren Bücher verbrannt wurden. Danke für dieses Buch.

(Wohltuend ist auch die alte Rechtschreibung.
Wer waren Hermann Essig, Alfred Schirokauer und Eva Leidmann?,
Am 10. Mai 1933 brannten auf den von Nazis errichteten Scheiterhaufen die Bücher von vierundneunzig deutschsprachigen und siebenunddreißig fremdsprachigen Autoren.
Mit diesem Autodafe, dem Auftakt eines hinreichend bekannten Vernichtungsfeldzugs, gelang den Nazis bereits ein wichtiges Etappenziel: Es wurde nicht nur die deutsche Literatur gleich geschaltet, sie erreichten auch, dass durch das Leben der verfemten Schriftsteller ein nicht mehr zu kittender Riss ging.
Wer waren Hermann Essig, Alfred Schirokauer und Eva Leidmann?, Am 10. Mai 1933 brannten auf den von Nazis errichteten Scheiterhaufen die Bücher von vierundneunzig deutschsprachigen und siebenunddreißig fremdsprachigen Autoren.
Mit diesem Autodafe, dem Auftakt eines hinreichend bekannten Vernichtungsfeldzugs, gelang den Nazis bereits ein wichtiges Etappenziel: Es wurde nicht nur die deutsche Literatur gleich geschaltet, sie erreichten auch, dass durch das Leben der verfemten Schriftsteller ein nicht mehr zu kittender Riss ging. Für nicht wenige kam die gespenstische, öffentliche Demontage einer völligen Vernichtung ihrer Existenz gleich.
Und das taten die Nazis nachhaltig und wirksam bis heute, fünfundsiebzig Jahre danach.
Denn viele Dichter und ihre Werke sind inzwischen völlig dem Vergessen anheim gefallen.

Jürgen Serke hat mit seinem 1977 erschienenen Buch "Die verbrannten Dichter" bereits eine große Leserschaft erreicht. Er hat für sein Buch einen Bruchteil der Autoren interviewt und ihnen damit noch einmal eine große Aufmerksamkeit zuteil werden lassen.

Nun zu Volker Weidermann, der mit "Das Buch der verbrannten Bücher" erstmals an alle Autoren erinnert, deren Bücher einst vor den Augen der Deutschen in Flammen aufgingen.
Und damit hat er Pionierarbeit geleistet:
Denn der überwiegende Teil der Schriftsteller ist heute gänzlich unbekannt. Die Recherchearbeit für dieses Buch muss mühsam gewesen sein, Volker Weidermann musste sich durch ganze Bibliotheken lesen und bei mehr als einem Namen verliefen seine Nachforschungen im Sande.
Dennoch ist ihm etwas ganz Wunderbares gelungen: Die Lebensläufe und literarischen Ambitionen aller Autoren weitestgehend zu rekonstruieren und sie mit diesem Buch der Nachwelt in prägnanter Form vorzustellen.

Der Leser kann sich auf ein Buch voller Überraschungen einstellen: Denn Weidermann gelingen erhellende und faszinierende Rückblicke nicht nur auf vergessenes Schrifttum. Es entsteht ein Kontext aus Themen und Zeitgeschichte, ein literarisches "Großes und Ganzes".
Und Weidermann kann vor allem eines: Erzählen! Er stellt Zusammenhänge her, die für den Leser nachvollziehbar sind und ganze Zeitströme erklären.
Vom Scheiterhaufen der Vernunft erzählt dieses sehr lesenswerte Buch, "Die Gedanken sind frei..." - Autoren lieferten und liefern mit ihren schriftlich fixierten Gedanken, den Produkten ihrer Phantasien und Lebenserfahrungen also, nicht zuletzt Orientierungshilfen für nachfolgende Generarationen - in einer Diktatur, dem Führerprinzip bedingungslos folgend, muss jede Kritik bereits im Keim erstickt werden - was 1933 nicht ins gewünschte Weltbild passte wurde verbrannt - damals zuerst die Bücher, wenig später die Menschen...

Der 10.Mai 1933 hatte durchaus eine Vorgeschichte, die Propagandaktion ihre Strippenzieher, Handlanger, Förderer und trotz allem auch Verweigerer - "Das Buch der verbrannten Bücher" hat mich tatsächlich über Wochen hinweg beschäftigt - Volker Weidermann erzählt, sofern er verwertbare Hinweise finden konnte, aus dem Leben der oft vergessenen Autoren, beleuchtet deren Arbeit / Schreibstil, deren Standpunkte, benennt Gründe, sofern es diese gibt, warum ausgerechnet dieser Autor, diese Autorin den Nazis Dorn im Auge war...

Ein umfangreiches Buch, mit vielen unerwarteten Erkenntnissen, so zum Beispiel, dass mancher Autor, dessen Bücher verbrannt wurden, nach dem 10.Mai 1933 durchaus -wandlungsfähig- im Deutschen Reich verblieben ist, auf Linie gebracht, schreiben durfte...

Als die Nationalsozialisten die Macht in Deutschland übernommen hatten, stand auf ihrer Agenda ganz oben, alles „Undeutsche“ aus der deutschen Kultur zu eliminieren. Der 1904 in Alsleben an der Saale geborene Bibliothekar und Leiter der Berliner Geschäftsstelle der „deutschen Zentralstelle für Volkstümliches Büchereiwesen“ des Volksbibliothekarverbandes Wolfgang Herrmann lieferte dafür 1933 erste „Schwarze Listen“ mit den Titeln derjenigen Bücher, von denen er die Volksbüchereien „gesäubert“ wissen wollte. Neben der 131 Autoren umfassenden Aufstellung der auszusondernden „Schönen Literatur“ verfasste er Listen für die Gebiete „Allgemeines“, „Kunst“ und „Geschichte“. In zahlreichen Städten wurden öffentliche Zeremonien veranstaltet, auf denen diese „undeutschen“ Bücher dann feierlich verbrannt wurden. Volker Weidermann hat für Das Buch der verbrannten Bücher „die Spuren ausnahmslos aller Autoren verfolgt, die damals auf der ersten schwarzen Liste der ‚Schönen Literatur’ standen“: Nicht jede Biografie der insgesamt vierundneunzig deutsch- und siebenunddreißig fremdsprachigen Schriftsteller hat er vollständig rekonstruieren können.

วันศุกร์ที่ 23 ธันวาคม พ.ศ. 2554

Das Erbe der Mendelssohns: Biographie einer Familie gut


Jüdisches Leben vom 18. bis zum 20. Jahrhundert, aufgezeigt mit der Familie Mendelssohn., Die Geschichte der Familie Mendelssohn spiegelt die Entwicklung des Judentums in Deutschland vom 18. bis zum 20. Jahrhundert beispielhaft wider. Der Autor hat verwandtschaftliche Beziehungen zu den Mendelssohn Bartholdys, bietet aber keine romantischen Verklärungen, sondern historisch genau recherchierte und spannende Hintergründe.
hat der Lektor gefehlt?, Ein hochinteressantes, gut recherchiertes Buch. Den Vorrezensenten ist zuzustimmen.
Manche Auflistung von verschwundenen Bildern u.ä. mag in der Ausführlichkeit nur wenige Leser interessieren.
Einige Schreibungenauigkeiten hätte ein Lektor noch ausmerzen können, andererseits hätte man dann nicht über folgenden Satz schmunzeln können: "Mendelssohn, der keine größeren Reichtümer hatte anhäufen können, machte sich bereits zu Lebzeiten seiner Kinder Sorgen um deren künftiges Wohlergehen." (S.
Die Mendelsohns, Bereits vorliegende Rezensionen sind teilweise so ausführlich, indem sie eine große Familiengeschichte kürzer nacherzählen, daß ich auf inhaltliche Details hier nicht eingehen möchte. Aber dieses Buch ist bestens recherschiert und ein wahrer Spiegel Lebensläufe, Leistungen und Diffamierungen, Ausgrenzungen, Glück und Unglück durch Jahrhunderte, dargestellt in einer klaren und sehr anschaulichen Sprache. Es ist ein deutliches beispielhaftes Buch, das uns aufzeigt, wieviel die Welt dem jüdischen Geist, dem Denken, den Erfindungen, den Künsten, etc. zu verdanken hat.
Wer das immer noch nicht sehen will ist unbelehrbar und ein Ärgernis.
Das Erbe der Mendelssohns, Ein wunderbares einfühlsames Buch.
Biographie einer Familie, Der Autor Julius H. Schoeps gehört zur Dynastie der Mendelssohn - Bartholdys und damit ist wohl klar das dieses vorliegende Buch DAS ERBE DER MENDELSSOHNS uns einige gute Quellen zugänglich machen wird. Keine deutsche Familie wie die Mendelssohns hat so illustre Charaktere hervorgebracht und die Kulturlandschaft wie auch die Wirtschaft so entscheidend beeinflusst. DAS ERBE DER MENDELSSOHNS ist eine interessante Lektüre für alle historisch wie auch kulturell begeisterten Leser.


Bankiers, Denker, Kaufleute und Komponisten - selten hat eine Familie so viele kluge und bedeutende Köpfe hervorgebracht und der Name Mendelssohn steht für eine ganz besondere Familie.


Von dem bedeutenden jüdischen Philosophen der Aufklärung Moses Mendelssohn bis zu den großen Komponisten Felix und Fanny Mendelssohn-Bartholdy, von Dorothea Schlegel, geb. Mendelssohn, bis zu dem Wirtschaftsmagnaten Franz von Mendelssohn und dem bedeutenden Bankier und Sammler Paul von Mendelssohn-Bartholdy: Julius H. Schoeps schreibt eine so farbige wie lebendige Biographie dieser Familie und ihres Schicksals.Schoeps stellt erstmals systematisch die Familienzweige Mendelssohn dar, schildert ihre Geschichte als Bankiers und Unternehmer mit internationalem Wirkungskreis bis Russland und Estland, untersucht ihre einzigartige Rolle als Sammler und Mäzene und beschreibt den von den Nationalsozialisten erzwungenen Niedergang der Familie in bislang unbekannten Details. Dank des Zugangs zu zahlreichen bisher unveröffentlichten Dokumenten und Materialien aus Privatnachlässen und Archiven können bislang umstrittene Sachverhalte geklärt werden. Eine ausführliche Zeittafel und ein Stammbaum ergänzen dieses Standardwerk.

วันพฤหัสบดีที่ 22 ธันวาคม พ.ศ. 2554

วันพุธที่ 21 ธันวาคม พ.ศ. 2554

Das flüchtige Paradies: Künstler an der Côte d'Azur Für den Preis super!


Exilgeschichten, Der Berliner Autor Manfred Flügge baut hier wieder ganz wunderbar Brücken zwischen Deutschland und Frankreich, und das wird zur Zeit dringend notwendig!
Mit diesem neuen Buch erfährt man viel über die Geschichte deutscher Künstler im Exil im malerischen Fischerdorf Sanary-sur-Mer, aber auch über englische Autoren, die sich zur der Zeit auch an der Französischen Riviera befanden; dort hat zum Beispiel Aldous Huxley den weltberühmten Brave New World geschrieben! In diesen grausamen Jahren vor dem 2. Weltkrieg haben sich dort die Wege berühmter Schriftsteller wie Lion Feuchtwanger, Heinrich und Thomas Mann, berühmter Frauen wie Alma Werfel, Sybille Bedford und Eva Herrmann gekreuzt.
Hervorragende Maler, wie Rudolf Levy oder Erich Klossowski waren auch mal in diesem winzigen Ort.
Ein österreichischer Maler und Fotograph Walter Bondy wird hier auch wiederentdeckt. Einige der Porträts, die er von den Künstlern im Exil gemacht hat, sind in diesem Buch auch zu sehen.
Auf einer zugleich literarisch anspruchsvollen und schlichten Erzählweise gelingt es Manfred Flügge, uns in diese spannende Epoche mitzureissen und einzutauchen. Unglaublich, was diese kleine Bucht am Mittelmeer damals erlebt hat!
Der Autor schafft es auch, eine ganz andere Exilgeschichte in Verbindung mit diesen Lebensgeschichten zu setzen : die von Heinrich Heine, dessen Statue, ursprünglich durch Elisabeth von Österreich bestellt, heute noch in der Nebenstadt Toulon steht.
Mikrokosmos der Emigration,
Wo man Denkmäler rumschubst, schubst man bald auch Dichter herum... Da Manfred Flügge die erweiterte Neuauflage seines "Wider Willen im Paradies" (1996) damit einleitet, den sinn- und sachverwandten Schicksalen eines Heine-Denkmals nachzuspüren, wird ausnahmsweise mal der Missbrauch eines Heine-Zitats erlaubt sein.
Ein Ort des Exils wird besichtigt!, Inge Jens erinnert sich in ihren kürzlich erschienenen Erinnerungen sehr deutlich an ihre erste Begegnung mit Katia Mann.
Am eindrücklichsten ist ihr geblieben, dass Katia Mann auf Fragen nach den Jahren des Exils empört ausrief: "Rausgeschmissen haben sie uns...".
Inge Jens hatte bis dahin geglaubt, dass die emigrierten Künstler den Weggang aus Nazi-Deutschland eher als Auszeichnung empfunden hätten.

Nach der Machtergreifung Hitlers und der Veröffentlichung erster Ausbürgerungslisten kehrten die allermeisten Autoren von Rang Deutschland den Rücken, hinzu kamen alle, die aufgrund ihrer politischen Gesinnung oder jüdischen Herkunft keine Existenzmöglichkeit mehr hatten.
Ein großer Teil der Literaten wählte als eine Etappe ihres Exils den kleinen Küstenort Sanary-sur-Mer an der Cote d'Azur.

Manfred Flügge hat mit "Das flüchtige Paradies" eine wunderbare Chronik des literarischen Exils in Sanary-sur-Mer vorgelegt.
Dieses Buch ist eine Neubearbeitung und aktualisierte und ergänzte Ausgabe seines bereits 1996 erschienenen Buch "Wider Willen im Paradies".

Er berichtet zunächst über die Odyssee des Heinrich-Heine-Denkmals, das seinerzeit von der österreichischen Kaiserin Elisabeth in Auftrag gegeben wurde und heute in Toulon an den Deutschen erinnert, der einst die Prophezeiung aussprach: "Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen".

Sanary-sur-Mer war vor 1933 bereits Zufluchtsort englischer Schriftsteller, die hier besondere Bedingungen für ihre Arbeit fanden.
Ab den frühen Dreißiger Jahren waren es dann vor allem die deutschen Literaten, die hier eine neue Heimat auf Zeit fanden.
Einige waren nur auf der Durchreise, andere blieben für einige Jahre, spätestens jedoch nach Kriegsausbruch konnten auch sesshaft gewordene Künstler - wie die Feuchtwangers - nicht länger dort verweilen.

Manfred Flügge legt die Geschichte dieses Ortes und die jeweiligen Emigrationsspuren so berühmter Schriftsteller und ihrer Familien wie z.B. Lion Feuchtwanger, Franz Werfel, der Manns, Rene Schickele, Walter Bondy und Franz Hessel frei.
Er erzählt von den Kontakten der Schriftsteller untereinander, von denen Katia Mann nach einer Feier einst sagte, "Besser hätte die Gesellschaft daheim auch nicht sein können".
Er erzählt von der Solidarität untereinander, aber auch von den Schwierigkeiten und Konkurrenzen der Schriftsteller.
Literatur- und Geistesgeschichte, Man kann Manfred Flügge mittlerweile getrost als "Exil-Experten" bezeichnen. Hier legt er noch einmal nach. Seine Beschreibung der "Hauptstadt der deutschen Literatur im Exil", Sanary-sur-Mer,"versammelt" noch einmal alles, was Rang und Namen im deutschen Exil hatte. Was sich allerdings als Paradies darstellte, war ein Atemholen vor den furchtbaren Ereignissen, die noch folgen sollten.
anregendes büchlein, die französische mittelmeerküste, sanary-sur-mer im speziellen, steht im mittelpunkt dieses büchleins, verwoben mit den schicksalen heute noch mehr oder weniger bekannter oder berühmter künstler. es geht überwiegend um deutsche exilanten in der zeit der naziherrschaft in deutschland, darunter natürlich die brüder mann, feuchtwangers, werfels, weniger bekannte wie hasenclever, schickele. im schnelldurchlauf werden biografien erzählt, eingebettet in eine anbetungswürdige landschaft. anekdoten würzen das ganze, schilderungen von freundschaften und animositäten, denn auch bei denen, die ins exil gingen, gab es arme und reiche, nicht nur solidarisches.
es finden auch ander schriftsteller erwähnung, mal ausführlicher, mal kürzer, besonders englische, wie d.h.lawrence oder a.huxley. die waren teilweise schon vor den deutschen da, gehörten quasi zu den eroberern dieses landstriches.
am anfang geht der autor auf die odyssee eines heine- denkmals ein, welches heute in toulon steht. irgendwie soll dies wohl eine lang bestehende verquickung deutscher schicksale mit der cote d'azur andeuten. wer weiß.
im großen und ganzen ein anregendes buch, anlaß genug, sich weiter mit den personen zu beschäftigen, die einen großteil deutscher literaturelite des zwanzigsten jahrhunderts darstellen. ich fand das buch stellenweise etwas zu geschwätzig.


Sanary-sur-Mer: Der kleine Fischerort wird nach 1933 zur »Hauptstadt der deutschen Literatur im Exil«: Thomas Mann, Bertolt Brecht, Lion Feuchtwanger und viele andere waren wider Willen in diesem südlichen Paradies.

วันอังคารที่ 20 ธันวาคม พ.ศ. 2554

Der grüne Fürst: Das abenteuerliche Leben des Hermann Pückler-Muskau Super Preis-Leistungsverhältnis


Das aufregende Leben eines extravaganten Fürsten ..., ... wird in dieser Biographie nachvollzogen. Der Leser darf sich auf beste Unterhaltung in Form hochwertiger geistiger Nahrung freuen. Geistige Nahrung, die das absolute Gegenteil ist von dem blassen süßlich-faden Kunstprodukt, welches wir aus der Gefriertruhe im Supermarkt als Eisbombe "Fürst-Pückler-Art" kennen!Liebhaber schillernder Persönlichkeiten werden das Buch lieben; denn es enthält viele unglaubliche Geschichten, so prall und bunt wie sie nur das Leben schreiben kann. Diese Biographie ist ein echter Lesegenuß, weil das trockene Aufzählen geschichtlicher Daten oder langweiliger Details im Text zunächst vermieden und dafür die Person des Fürsten und seines Umfeldes facetten- und kenntnisreich dargestellt wird. Die harten Zahlen und Fakten liefert dann noch eine Zeittafel am Schluß des Buches. Fürst Pückler-Muskau ist die ergiebigste Person für eine Biographie, die man sich nur wünschen kann: Einerseits verkehrte er in erlauchten Kreisen und bewegte sich ständig in den geschichtlichen Brennpunkten seiner Zeit, wo er seine originellen Marotten und aufwendigen Spleens pflegte und eine Menge Abenteuer erlebte, die bisweilen wie ein Historienroman wirken. Andererseits war er ein sensibler, begabter und innovativer Landschafts- und Gartengestalter, der uns mit dem berühmten Garten von Schloß Branitz ein großartiges Kunstwerk hinterlassen hat.
Ein heisser Tipp für alle, die Biographien lieben., Das abenteuerliche Leben des Fürsten Hermann Pückler-Muskau ist von Heinz Ohff auf spannende und höchst lesenswerte Weise nacherzählt. Dieser Fürst ist eine der schillerndsten Figuren, die die deutsche Geschichte zu bieten hat. Wer gerne Biographien liest, der wird von dieser Lebensgeschichte und ihrer Aufbereitung durch den Autor höchst angetan sein. Ich habe das Buch bereits mehrfach verschenkt und bin damit immer gut angekommen.
Ein tolles Buch, Ein tolles, spannendes Buch, das nicht nur aus dem Leben des Fürsten erzählt, sondern auch die damalige Zeit lebendig werden lässt. Was ich besonders schön und interessant als Mutter fand, ist die Tatsache, dass Fürst Pückler das Gegenteil dessen war, was man sich von seinen Kindern erwartet: faul, verschwenderisch, ständig Schulden machend, Schulversager, aufmüpfig, sexbessessen und untreu.
Geistreiche Lebensdarstellung des Fürsten Pückler-Muskau, Eine sehr gute Biographie über eine sehr schillernde Figur - Ohffs Darstellung zeichnet einen komplexen und sehr sensiblen Charakter nach, über den leider heutzutage viel zu wenig bekannt ist und der sehr viel erlebt und hat und weit gereist ist. Das abenteuerliche Leben Pückler-Muskaus macht außerdem Lust auf die autobiographischen Schriften dieses außergewöhnlichen Mannes, der auch sehr gut das Leben um sich herum beobachtet hat, wie man an den eingestreuten Zitaten merkt. Pückler-Muskau wird von Ohff als umtriebiger, freigeistiger, aber auch innerlich hin- und hergerissener Mensch gezeichnet, den man trotz seiner Schwächen nach der Lektüre dieses Buches doch mit Respekt betrachtet. Ein sehr schönes Porträt des Fürsten, das ich allen ans Herz lege, die gut geschriebene, fundierte, aber auch verständnisvoll geschriebene (ohne dabei sentimental zu werden) Biographien schätzen.
Fürst der Widersprüche, Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der grüne Fürst. Das abenteuerliche Leben des Hermann Pückler- Muskau. (Taschenbuch) Immer wenn eine Zeitung das Sommerloch füllen muß oder die Klatschpresse ein wenig "Sex'n'Crime von anno dunnemals" braucht, holen sie den ollen Fürsten Pückler aus seiner Grabpyramide und verzapfen ein paar unsinnige Schnurren über ihn: preussischer Sexomaniac, teutonischer Heiratsschwindler und so weiter. Heinz Ohff's Buch ist meines Wissens das erste Buch, das den alten Herrn (der übrigens kein Eis-Fürst war) in seiner ganzen schillernden Persönlichkeit vorstellt (Gar nicht einfach bei einem Menschen, der konsequent zwischen allen Stühlen saß und überhaupt kein Preuße war). Legen Sie also mal die Klaschzeitschriften aus der Hand und bestellen Sie dieses Buch. Und verraten Sie mir, was Sie davon halten.
Sehr lesenswert,
unkonventionell, Weder fahriger Wissenschaftler noch fanatischer Militär. Kein melancholischer Weltschmerzler und keine saufende Nervensäge. Der wie immer spitzenmäßige Heinz Ohff zeigt einmal einen ganz anderen Deutschen, fern von den herrschenden "Kraut"-Stereotypen (und wahrscheinlich doch ein wenig von allen).
Vielleicht ließ gerade diese Tatsache jenen Landsmann so aus dem kollektiven Gedächtnis verblassen, obwohl er zu Lebzeiten wohl genug Stoff für sämtliche Klatschspalten Europas lieferte.
Es lässt sich nicht verleugnen: Pückler war ein ziemlicher "Tausendsasser".
Ein Muss für historisch Interessierte, Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der grüne Fürst. Das abenteuerliche Leben des Hermann Pückler- Muskau. (Taschenbuch) Heinz Ohff hat mit diesem Buch nicht nur die menschlichen Facetten der preussischen Geschichte beleuchtet, sondern auch ansatzweise die politischen Hintergründe anderer Länder zu erklären versucht. Diese Publikation zeichnet sich stilistisch und durch die immensen Recherchen aus.
100 Seiten wären besser als 300 Seiten, Wer wie ich nach der Lektüre des interessanten und kenntnisreich geschriebenen Buches "Preußens Könige" von Heinz Ohff ein ähnliches Buch erwartet, wird wahrscheinlich enttäuscht.

Heinz Ohff nennt zwar jeden Ort, jedes Datum und jeden Namen aller Damen, die der grüne Fürst umgarnt oder finanziell auszubeuten versucht hat und ebenso jeden Betrag, mit dem er sich verschuldet oder gutgläubige Menschen betrogen hat, aber wen interessieren eigentlich solch unwichtige Details?

Die Leistungen des grünen Fürsten auf dem Gebiet des Gartenbaus sind dagegen allgemein gehalten und können in jedem besseren Lexikon einfacher nachgelesen werden.

Nachdem ich mich durch das Buch gequält habe, werde ich zu meiner eigenen Belohnung "Preußens Könige" ein zweites Mal lesen, ein Buch, in dem Heinz Ohff fundiert Wissenswertes schreibt.
Die beste Biografie über Fürst Pückler, Von allen Biografien, die über den Fürsten Pückler veröffentlicht wurden, ist das vermutlich die beste - und zwar mit deutlichem Abstand!

Ohff hat sich offensichtlich die Mühe gemacht, jene Klischees zu hinterfragen, die andere Autoren in die Welt gesetzt und dann fleißig voneinander abgeschrieben haben. Ohff schildert ihn beispielsweise nicht einfach als Schürzenjäger, sondern deutet die Wurzeln des schwierigen Verhältnisses an, die Pückler zeitlebens zu Frauen hatte.


»Ein ausgemachtes Lesevergnügen, aber stets auf der Basis grundsolider Kenntnisse.

วันจันทร์ที่ 19 ธันวาคม พ.ศ. 2554

Unser Vater Charles Dickens unvergleichlich!



Charles Dickens’ heiterste Seiten Die hier erstmals übersetzten Erinnerungen der Kinder an ihren Vater zeigen Dickens von einer unbekannten Seite. Alexander Pechmann hat sie mit Notizen und Briefen des Dichters zu einem lebendigen und liebenswerten Porträt zusammengestellt. „Manchmal ist es gut, wie die Kinder zu sein“, war ein Rat von Charles Dickens, den er selbst gern befolgte. Er wohnte mit seiner Familie in Gad's Hill Place, einem Landhaus südöstlich von London. Schon als Neunjähriger hatte er es entdeckt.

วันอาทิตย์ที่ 18 ธันวาคม พ.ศ. 2554

Gottfried Benn - der Mann ohne Gedächtnis: Eine Biographie gut



Zu entdecken: ein völlig neuer Gottfried Benn!

Dichter ersten Ranges und problematische Person der Zeitgeschichte - Gottfried Benns Leben und Schreiben polarisieren bis heute. In »Der Mann ohne Gedächtnis« breitet Holger Hof bislang unerschlossene Tageskalender aus und zeichnet das Tableau eines faszinierenden Schriftstellers.

วันเสาร์ที่ 17 ธันวาคม พ.ศ. 2554

Meister der Dämmerung: Peter Handke. Eine Biografie Tolles Gaerät für wenig Geld!!


Ein wirklicher Augenöffner, Dieses Buch ist eine wirkliche Freude. Von der ersten tollen, starken Szene an ist das so spannend geschrieben, dass man es nicht mehr aus der Hand legen kann.
Seitdem Peter Handke über seine Bücher hinaus längst zu einer öffentlichen und total kontroversen Figur geworden ist, stellt sich die Frage: wer ist dieser Typ eigentlich? Und warum hat Handke auch für die Serben im Jugoslawienkrieg Stellung bezogen? Nachdem ich das Buch gelesen habe, wundert mich nichts mehr.
Charisma, Es ist ja vielleicht kleinlich - aber muss das sein ? : auf S.60 stirbt der Vater Erich Schönemann am 30.März 1993, auf S.267 erst am 3.April; auf S.265 wird die Tochter Leocadie am 24.August 1991 geboren, auf S.266 aber erst am 28.August - wieso fällt das einem Lektor nicht auf ? Solche Fehler machen misstrauisch, und ich meine noch andere Unsauberkeiten bzgl. zeitlicher Einordnungen entdeckt zu haben, auch fehlt mir ein Werkverzeichnis am Ende. Im übrigen finde ich den Schriftsteller anschaulich beschrieben, vor allem sein Charisma (belegt durch Zitate der Fangemeinde: "Handke-Frauen und Handke-Freunde"), das wesentlich an seinem Erfolg beteiligt war und ist, sich letztendlich aber einer Erklärung entzieht.
Erste umfassende und persönliche Handke-Biografie, Peter Handke (Jg. 1942) gilt einerseits als einer der schillernden Vögel des deutschen Literaturbetriebs, andererseits ist er einer der letzten großen deutschen Schriftsteller. Sein Bild in der Öffentlichkeit war seit den 60er Jahren von Extremen geprägt: Hohepriester der Literatur und einsamer Rufer. Besonders die Skandale um seine Kunst haben Handke so berühmt gemacht. Dabei richteten sich seine Angriffe gegen das Establishment in Kultur und Politik, gegen die herrschenden Schreibweisen und gegen den etablierten bürgerlichen Theaterbetrieb. In den letzten Jahren löste sein schriftstellerischer Einsatz für Serbien einen Aufschrei nicht nur in Deutschland sondern in ganz Europa aus.
Dank an den Erstrezensenten, ...eher eine Rezension der Rezension des/der 'Galliatt': Hat man je eine schönere Buchbesprechung gelesen? Hingegeben, ehrfurchtsvoll, zärtlich. Ein Geschenk an Peter Handke. Und alle Leser dieser Biographie.

"In dem Buch wird die berüchtigte aggressive Unduldsamkeit von Handke, die so überhaupt nicht mit seiner ach so großen Sanftmut zusammenpasst, plötzlich klar: Der Mann ist ein Kämpfer. Er kämpft um seine Existenz, und das noch mit fast 70 Jahren, und sein Existenz ist sein Schreiben, wie es für uns andere halt der Job ist. Er ist einer von uns: das ist mir noch nie so deutlich geworden wie durch dieses Buch.
Die Fesselung der Unfreien, Wer sich schon in Handke-Büchern verliert und sich dem ewig Unverstandenen verbunden fühlt, wird mit dieser Biographie erst recht so gefesselt, dass er sich der magischen Faszination, die der Insel-Autor ausübt, nicht entziehen kann.

Eine Entmystifizierung darf man sich nicht erhoffen - zwar werden die Werke wunderbar in ihren Entstehungskontext gebracht, was gerade jüngeren Lesern sehr hilfreich sein wird (insbesondere, wenn sie sich noch nicht mit all seinen Texten im Detail auseinandersetzen konnten), aber Handke selbst, bleibt das Mysterium, das er sein will.
selten eine so spannende biographie gelesen, gratuliere dem autor, gut recherchiert und spannend aufgebaut. ich verstehe nun den schriftsteller, mensch und mann, der für mich immer den eindruck erweckte, von einem anderen stern zu sein?
warum er SO ist und warum er SO schreibt, wie er schreibt - das habe ich nun durch malte herwig erfahren dürfen.


»Herwig weiß den gewaltigen Stoff spannend zu bündeln und formuliert glänzend« (FAZ )»Herausragend geschrieben ... der Abenteuerroman vom Innenleben des Dichters« (Kurier )»Das Porträt eines Dr. Jeckyll und Mr. Hyde ... eminent lesbar.