Geniale Foto-Biografie!, Nach einem fotobiografischen Band, der sich mit Éric Tabarly befasste, wagt sich Delius Klasing Verlag an eine weitere seglerisch-abenteuerliche Gestalt: Jack London. London, der sich innerhalb von sechs Jahren - nach den ersten Verlagsabsagen - zum Erfolgsautor "hochschrieb", wurde acht Jahre nach "Der Seewolf" zum bestbezahlten Schriftsteller der Welt. Er war Austernräuber, Goldsucher, Tramp, Journalist, Schriftsteller, Kriegsberichterstatter, Fabrikarbeiter, Landstreicher und... und Segler. Seine Abenteuer fingen eigentlich zu Wasser an: als er nämlich die San Francisco Bay in seiner Jolle unsicher machte. Er klaute Austern, was ihm sein finanzielles Überleben sicherte. Er tat dies so gut, dass er darin - obwohl noch Teenager - zum berüchtigten Meister wurde...
Viel von Jack London steckt in seinen Büchern, sehr viel in Irving Stones Biografie, "Zur See und im Sattel. Das Leben Jack Londons".
Jetzt wird die fotografische Lücke in diesem einzigartigen Leben geschlossen: "Jack London. Der Schriftsteller und das Meer" ist eine fabelhafte Arbeit. Der Schriftsteller hinterließ knapp 12.000 Fotos aus seinen Reisen, die penibel durchgesucht wurden. Soweit ihr Alter es zuließ, wurden sie in diesem Band in hochqualitativer Form wiedergegeben. Auf Londons Bildern entdeckt man eine Welt, die es heute nicht mehr gibt. Details sagen viel über das damalige, reale Leben aus, über Menschen, denen London begegnete, seine Nächsten. Sie verraten jedoch vor allem viel über ihren Urheber, einen faszinierenden und dennoch im Leben verlorenen Mann. Und dies immer aus einer seglerischen Perspektive!
Das Buch lässt sich im doppelten Sinne genießen: zum einen als Bildband, zum anderen seines Textinhaltes wegen. Es ist schlicht und einfach großartig. Einmal mehr beweist auch eine weitere Publikation, dass schwarz-weiße Fotografie zeitlos ist.
Fabelhafte Lektüre und - oder: vor allem - ein Schmaus für Augen!
Leo Walotek-Scheidegger / 4mare.
Er war Schriftsteller, Journalist, Fotograf und Abenteurer im besten Sinne als Jack London 1916 im Alter von nur 40 Jahren starb, hinterließ er ein Werk, das in seiner Lebendigkeit bis heute fasziniert. Im Mittelpunkt dieses Text-Bildbandes steht das Segeln und die Seefahrt eine der großen Leidenschaften dieses ungewöhnlichen Autors. Schon in früher Jugend kreuzte er auf wilden Kursen mit einer kleinen Jolle in der San Francisco Bay, dann mit einer Slup als Austernräuber in seinem Heimatrevier, und schließlich, mit erst 17 Jahren, fuhr er als Matrose auf dem Robbenfänger SOPHIE SUTHERLAND, einem Dreimastschoner, in die Beringsee. Als erfolgreicher Schriftsteller ermöglichten ihm die reichlich sprudelnden Honorare, sich sein Traumschiff zu bauen die gut 17 Meter lange Ketsch SNARK. Mit ihr unternimmt London 1907 eine 18 Monate dauernde Reise über den Pazifik in die Südsee, zunächst nach Hawaii, zu den Marquesas, nach Tahiti und schließlich zur Inselgruppe der Salomonen, nach Samoa und zu den Fidschi Inseln. 1910 kauft sich der Schriftsteller die neun Meter lange Jolle ROAMER. In Begleitung seiner Frau Charmian verbringt er damit ganze Monate auf dem Sacramento River und in der Bucht von San Francisco beim Schreiben, Segeln und Fischen.
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