วันอาทิตย์ที่ 1 มกราคม พ.ศ. 2555

Bitte sagen Sie jetzt nichts ...: Gespräche bin vollends zufrieden



Teure Wiederholungen, Für mich war Vikko von Bülow ein Genie. Jemanden zum Lachen zu bringen ist viel schwieriger, als irgendeine andere Emotion im Menschen hervorzurufen. Denke ich an meine ersten Fernseherinnerung, denke ich an Loriot.
Umso mehr habe ich mich auf das Buch gefreut. Leider ist der Preis viel zu hoch, für das was das übersichtliche Büchlein beinhaltet. Natürlich ist es interessant zu lesen, wie Herr Bülow über seine Kindheit berichtet, sich geistreich zu den verschiedensten Themen äußert und sich geschickt aus der Affäre zieht, wenn die Fragen zu persönlich werden. Aber in den Interviews, aus denen das komplette Buch besteht, werden häufig die selben Fragen gestellt, was beim Leser nur Dank der klugen, neu gewählten Worte Loriots nicht das Gefühl von Langeweile aufkommen lässt. Es wurden einfach zuviel dicht aneinanderfolgende Interviews verwendet, mit teilweise ähnlichen Fragen. In mir stieg das Gefühl auf, dass hier auf Biegen und Brechen das Buch gefüllt werden musste.
Ich würde abwarten, bis es das Buch in der billigeren Taschenbuchausgabe gibt. Dann ist der Preis für das was er beinhaltet akzeptabel. So leider nur drei Sterne.
Nudel, Ein sehr gutes Vermächtnis an Loriot, der am 22.08.2011 verstorben ist, er war ein sehr Komiker. Die Interviews in diesem Buch sind sehr interessant zu lesen, auch redet er über Privates und den deutschen Humor. Ein Buch für alle Fans von Vicco von Bülow, alias Loriot.
Loriot - Gespräche, Ich bekam das Buch kurz nach dem Tod des verehrten Meisters und war einfach nicht in der Lage es zu rezensieren, zu nahe ging mir Loriots Tod, den ich als den größten Darsteller Deutscher Befindlichkeiten schätze. Doch das Leben geht weiter und bei BITTE SAGEN SIE JETZT NICHTS spricht Loriot über sich selbst und auch über den Tod, daher war ich doppelt angegriffen. Nun nehme ich das Buch zur Hand und will ein wenig darüber schreiben.

Loriot zeigt sich hier in seinen besten Gesprächen ob in einer Zeitung oder im Rundfunk immer wieder als Kenner der Deutschen Seele - mit Humor nimmt er vieles und schlagfertig ist er. Verzeihung nahm er - war er - doch ist Loriot wirklich tot? Ich wage das zu bezweifeln, denn für mich lebt er einfach weiter. Seine Filme und Figuren sind unvergesslich, sein Humor einzigartig und die Art und Weise wie er mir dadurch den Spiegel vorhielt macht ihn unsterblich.

40 Jahre Gespräche mit Loriot - ist das auszuhalten? War das für Loriot auszuhalten - sein Humor war fein und oftmals auch spitz - nur bemerkte man dies erst hinterher.

Was will ich nun über die Interviews, hier erstmals in Buchform schreiben - sie sind typisch Loriot und man verschwendet keine Lebenszeit wenn man sie liest, vielmehr sind sie komisch bis schräg, ebenso wie es die Charaktere waren die Loriot verkörperte oder anlegte. Mit seiner Filmpartnerin verband ihn eine tiefe Freundschaft und sie bewunderte ihn - ich sehe immer wieder die Szene bei der Verleihung des Deutschen Videopreises im Jahre 2000 wo sie ihn ihren verehrten Meister nennt. Ja, das ist er für uns alle, der verehrte Meister.
Unfreiwillige Komik durch Wiederholungen, Die Idee an sich ist weder besonders originell, noch verwerflich. Man sichte die während vier Jahrzehnten mit Loriot geführten Interviews und mache sie der Fangemeinde des großen Humoristen in einem Buch zugänglich. Was Loriot, alias Bernhard-Victor Christoph Carl von Bülow oder kurz Vicco von Bülow genannt, selber von diesem Sammelband hielt, wissen wir nicht. Auch weil er vor dessen Erscheinen am 22. August 2011 im Alter von 88 Jahren verstarb. Aber sein Sketch "Fernsehmoderator interviewt amerikanischen Astronauten" lässt vermuten, dass solchen Pseudodialogen immer ein komisches Element zusprach. Verstärkt wird dieses, wenn ein Interview dem anderen folgt. Da sich die Herausgeber dieser Gefahr ebenfalls bewusst waren, wollten sie allzu häufige Wiederholungen durch vereinzelte Kürzungen vermeiden, was ihnen allerdings schlecht gelungen ist. Das ist denn auch der Grund, weshalb ich als bekennender Loriot-Fan, leicht enttäuscht bin.

Das erste Gespräch ist mit 1968 datiert und wurde von Jörg Hausmann für die "Neue Ruhr Zeitung" geführt. Das letzte Interview trägt den Titel "Mein Arzt sagt: Sie haben gar nichts - Sie sind alt" und erschien am 16. April 2009 im Stern. Dazwischen beantwortet Loriot den Proust-Fragebogen für das Frankfurter Allgemeine Magazin, den Küchen-Fragebogen für "Die Zeit", lässt sich von Raimund le Viseur für den "Playboy" befragen und von Angelika Hellemann für die "Bild am Sonntag". Radio Bremen offenbart Loriot, was sich das Publikum unter seiner preußischen Hemmungslosigkeit vorstellen darf und in einer Ausgabe vom Spiegel konnte man nachlesen, welche Veränderungen in der deutschen Humorlandschaft Vicco von Bülow ausmachte.

Mein Fazit: Vielleicht wäre dieser Sammelband von Gesprächen mit Loriot noch unterhaltsamer und ergiebiger, wenn sich die Interviewer vor dem Treffen mit dem außergewöhnlichen Humoristen dessen Sketch über Fragensteller angesehen hätten. Dann wäre ihnen vielleicht auch aufgefallen, wie sehr sich die Freude eines Gesprächspartners in Grenzen hält, wenn er immer wieder auf die gleichen Fragen antworten muss. Am 22. Dezember 2006 wird Loriot vom Spiegel-Journalisten Thomas Tuma gefragt: "Gibt es etwas, das Sie nach all den Jahren an Ihrem eigenen großen Oeuvre nervt?" Die Antwort von Loriot: "Die Fragen dazu.
Noch einmal Loriot! Ein Vermächtnis, eine Biographie und der Wert der Dinge in den Worten eines der bekanntesten Deutschen., Nein, Vicco von Bülow kann nun leider nichts mehr sagen, er starb am 22. August 2011 im Alter von 87 Jahren und das bei seinem Hausverlag Diogenes erschienene Buch "Bitte sagen Sie jetzt nichts" ist unweigerlich zum Vermächtnis des großen Humoristen Loriot geworden, wie sich der in Brandenburg Geborene als Künstler nannte.

Und noch ein Vermächtnis ist dieses Buch, es ist mit Gesprächen und Interviews von Loriot gefüllt, die der Gründer und langjährige Herausgeber des Diogenes Verlages, Daniel Keel, ausgewählt hatte. Nicht mal einen Monat nach Loriot ist nun auch dieser große Bücherfreund gestorben, dessen Maxime es war, nur Bücher zu veröffentlichen, die ihm auch selber gefallen. Und als damals vor gut 50 Jahren kein deutscher Verlag Loriot unter Vertrag nehmen wollt war es Daniel Keel mit seinem Diogenes Verlag, der Loriot eine künstlerische Heimat gab, die Loriot bis zuletzt nicht verlassen hat.

In den Gesprächen und Interviews des Buches, die über die letzten 40 Jahre entstanden, kann man den sympathischen und wortgewandten Künstler Loriot als Menschen kennen lernen, erfährt vieles über seine Jugend, den verhassten Kriegsdienst, die prägende Anwesenheit des Vaters, seine ersten Berührungspunkte mit der Kunst, seinen Weg über den Karikaturisten, Sketchschreiber, Regisseur, Schauspieler und Opernliebhaber, der nicht nur Opern von seinem geliebten Wagner und anderen bekannten Komponisten inszenierte sondern auch einmal das aufregende Vergnügen hatte, die Berliner Philharmoniker zu dirigieren. Und die haben genau das gemacht, was dem Taktstock des Meisters entsprang!

Vicco von Bülow ist Zeit seines Lebens auf dem Teppich geblieben, war ein Familienmensch, dem die Arbeit nicht nur Freude sondern vor allem auch Verantwortung war, wenn er mit fremden Geldern inszenierte und der wohl einer der bekanntesten Deutschen unserer Zeit war.
Wer beim Buchtitel an eine Nudel denkt, sollte dies Buch lesen, Am 17.09.2011 fand in Brandenburg die Gedenkfeier für den am 22.08.2011 gestorbenen Vicco von Bülow, alias Loriot, statt. Das war daher genau der richtige Tag, die gerade erschienene Sammlung von Gesprächen mit Loriot zu lesen.
Und das machte natürlich sehr viel Spaß. Zum Beispiel, wenn Loriot wagnerleidenschaftlich den Marcel-Proust-Fragebogen ausfüllt, oder von seinem Erstaunen berichtet, dass die Berliner Philharmoniker wirklich so gespielt haben, wie er dirigierte.
Wie profund Loriots Innenansicht der deutschen Gesellschaft war, sieht man an einem Interview, das er im Jahr 1986 dem Südwestrundfunk gegeben hat. Es ging dabei um das gerade neu eingeführte Privatfernsehen, und Loriots Befürchtung, 'dass die Unterhaltung dadurch nicht besser, sondern nur breitgewalzt wird', ist leider ebenso eingetroffen wie seine Einschätzung, 'dass man einen entsetzlichen Fehler gemacht hat, den man nicht wiedergutmachen kann.' Ach, hätte man doch auf ihn gehört!
Es muss wirklich Spaß gemacht haben, Loriot zu interviewen. Freundlich gab er Auskunft, auch wenn die gleichen Fragen zum x-ten Male gestellt wurden. Er redet über sein Verhältnis zu Preußen, seinen Vater, seine Großmutter, sein Verhältnis zu Sport und zu Wagner, über den deutschen Humor, die Arbeit an den Sketchen und Kinofilmen, seinen Arzt, und vieles mehr. Und natürlich fehlen auch die uns allen bekannten Kultfiguren und die geflügelten Worte 'Mooment' und 'Ach was' nicht.
Ein schönes Büchlein für alle Loriot-Fans. Also für uns alle.
Überteuerte Ausgabe mit unnötigen Doppelungen, Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut, denn ich dachte, dadurch einige interessante Details aus Vicco von Bülows (Privat-)Leben zu erfahren. Die enthaltenen, bereits in diversen Publikationen erschienenen, jedoch noch nie für eine Buchveröffentlichung gesammelten Interviews decken den Zeitraum von 1968 bis 2009 ab - und sind somit zum Ende hin recht aktuell.
Und obwohl im Anhang von "Bitte sagen Sie nichts - Gespräche" der Hinweis zu lesen steht, dass manche Gepräche für die Buchausgabe zum Teil leicht gekürzt wurde, kommen doch erstaunlich viele Doppelungen vor. Das liegt zum einen an schlecht vorbereiteten Fragenstellern ("Wie war Ihr Verhältnis zu ihrer Mutter?" - "Sie starb bereits, als ich sechs Jahre alt war."), zum anderen an zeitlich eng zusammenliegenden Gesprächen, die sich dann eben schwerpunktmäßig um Loriots Kinofilme oder um das Alter und die damit einhergehenden Beschwerlichkeiten drehen.
Okay, runden wir dreieinhalb Sterne auf, Die Nachricht, das Vicco von Bülow gestorben ist traf mich ziemlich unerwartet. Ein fester Bestandteil des deutschen Humorlebens würde nichts Neues mehr auf den Markt werfen können und das hat sicherlich in dem ein oder anderen eine große Leere hinterlassen. Und so griff ich zu diesem Buch um einen Teil dieser Leere zu füllen.

Diese gesammelten und zum Teil gekürzten Interviews über einen Zeitraum von etwas mehr als vierzig Jahren ist natürlich voller Wiederholungen, aber es ist schon zum Teil interessant zu sehen, wie sich die Sicht auf bestimmte Dinge mit der Zeit ein wenig verschoben hat, obwohl Herr von Bülow in vielen Dingen sehr beständig gewesen zu sein scheint. Gleichzeitig ist es auch eine schöne Demonstration, wie sich Interviewstile zwischen verschiedenen Publikationen und über die Jahrzehnte unterscheiden. Aber ein paar weniger inhaltliche Wiederholungen wären sicherlich etwas mehr gewesen, weswegen - bei aller thematischen Abwechslung - ich am Ende das Buch schon mit einer gewissen Erleichterung ablegen konnte. Aber ein wenig war die Lücke für den Moment gefüllt.
Muß DIESER Preis sein?, Die Nachricht, daß Vicco von Bülow, genannt Loriot, gestorben ist, machte die ganze Republik traurig, war Bülow doch einer der wenigen Humoristen, der mit Charme und vor allem Intelligenz und Hintersinn seine Zuschauer zum schmunzeln und lachen brachte. Daß er nicht mehr unter uns ist, ist sicherlich ein großer Verlust.

Das vorliegende Büchlein war ja schon länger geplant. Schon länger sollten Interviews mit Loriot durch den Diogenes-Verlag veröffentlicht werden. Durch diese Gespräche erfährt man erneut seinen Humor und seinen Esprit. Selbst bei der albernsten Frage bleibt er gelassen. Also wirklich lesenswert und ein gutes Weihnachtsgeschenk für Leute mit Humor und Köpfchen, auch wenn man das eine oder andere Interview vielleicht schon vorher gelesen hat, denn sie wurden ja bereits alle (teilweise auch öfters) publiziert.

So erfrischend der Inhalt, so schockierend doch die Preisgestaltung, die mich persönlich erschreckt hat.

"Das Mikrophon ist jetzt an, Herr von Bülow. Wussten Sie, dass so ein Gerät bis zu zwölf Stunden aufnehmen kann?" Loriot: "Dann halte ich jetzt einfach den Mund." Auch in diesem Interview mit dem etwas unglücklichen Einstieg sagte Loriot dann doch noch etwas, und sogar etwas mehr. Die besten Gespräche von Loriot sind nun zum ersten Mal in einem Buch versammelt. Ganz gleich, wie die Fragen lauten, ob ernst oder unfreiwillig komisch, enigmatisch oder klar immer antwortet Loriot in seiner unnachahmlichen Art und Weise. Dabei verrät er vieles über seine Kindheit, seine Karriere, sein Leben und Werk und macht sich Gedanken über Humor (auch über den deutschen), über Preußen, Wagner, Möpse, die Ehe, Politik und Religion, Liebe und Tod und andere gefragte Themen.

ไม่มีความคิดเห็น:

แสดงความคิดเห็น