Kulturträger für China, So tragisch die Lebensstationen des erst 28-jährigen chinesischen Pianisten auch sein mögen, so hat er neben seinen pianistischen Fähigkeiten einen bedeutungsvollen Auftrag für sein Geburtsland. Lang Lang hat die Jugend Chinas mobilisiert und für die klassische Musik des europäischen Abendlandes begeistert. In China werden inzwischen 10mal so viel Klavierinstrumente produziert wie in Europa. Der Fleiß und die atemberauende Leistungsbereitschaft der Chinesen sind wichtige Herausforderungen an die konsumnarkotisierte Welt in den USA und Europa. Es ist allerdings zu befürchten, dass Lang Lang den ständigen "Around-the-World-Marathon" nicht ewig durchhalten wird. Er braucht dringend eine künstlerische Atempause, um in ein weiteres Reifestadium zu gelangen. Dafür benötigt er weise Ratgeber, die heute leider rar geworden sind. Es wäre tragisch, wenn er Opfer einer gnadenlosen Musik-Marketing-Industrie würde.
Roland R.
lesenswert und informativ, nicht nur was das leben eines getriezten wunderkindes anbetrifft, ...sondern auch zwischen den zeilen zu lesen: ein interessantes psychogramm was die eigenartigkeit der chinesischen gesellschaft anbetrifft. ohne sich auf irgendwelche politischen kritikpunkte einzulassen, nur durch die dokumentarisch gehaltene darstellung seines weges wird deutlich, wie erbarmungslos und seelenlos dieses system mit seinen menschen umgeht und welchen hindernissen künstler, die in unserem westlichen sinn um authentischen Ausdruck ringen, so ganz und gar null chance haben.
Positive überraschung, Ich habe mir dieses Buch in der Bücherei eher halbherzig ausgeliehen, da ich oft Biographien langatmig und langweilig finde. Nicht so bei diesem Buch! Es hat mich von Anfang an gefesselt und ich habe es an einem Tag gelesen. Man lernt Lang Lang quasi sehr persönlich kennen, seinen schmerzhaften Werdegang, den chinesischen Drill, für uns unvorstellbar.Die Faszination die die Musik auf den Pianisten ausübt darf man miterleben, seinen Respekt und seine Hochachtung vor den bekanntesten Konzertsälen und den grössten Musikern unserer Zeit mitfühlen! Für mich und sicher viele andere Musikinteressierte ist es eine wirklich angenehme und fesselnde Biographie. Ich werde es entsprechend auch verschenken.
Vielleicht zu früh, Eine Autobiografie eines so jungen Künstlers wie es Lang Lang ja ist, wirkt jedenfalls unvollendet. Mag dieser Ausnahmepianist noch so großartig sein, noch so begabt, er ist "werdend". Im Grunde genommen ist dieses Buch die Beschreibung einer sehr traurigen, gestohlenen Kindheit und erbarmungslosen Drills (Leopold Mozart läßt grüßen). Erstaunlich, wie gesund der Künstler bisher die schrecklichen Methoden überstanden und überlebt hat, er muss einen sehr harten Kern haben. Und dennoch, wenn man ihn spielen hört, wird man verzaubert. Ich stehe Lang Langs perfekter Aufführungskunst nach der Lektüre des Buches nun sehr zwiespältig gegenüber.
freunde der klassischen musik, Für alle Musikfreunde ist dieses Buch ein wahrer Genuss. Sehr informativ wird die schwere entbehrungsreiche und mühevolle Kindheit Lang Langs und das Leben, Streben und die Entwicklung des berühmten Pianisten beschrieben. Es gibt Einblicke in den nicht immer leichten Weg zur Karriere und auch ins Privatleben des Künstlers. In sehr gutem Stil geschrieben ist es eine Freude es zu lesen, wobei sicherlich Musikkenner voll auf ihre Rechnung kommen können.
Anfangs tut einem das Kind Lang Lang schon sehr leid, getrennt von der Mutter in der Ferne mit dem strengen Vater - es tut einem beim Lesen das Herz weh.
Wenn man, wie ich den grossen Künstler in einem Konzert live erleben durfte, kommt einem nicht in den Sinn, welche Kraft er in jungen Jahren aufwenden musste um immer zu entsprechen. Seine Offenheit und Fröhlichkeit ist derartig mitreissend, daß man alles rundherum vergißt.
Für nicht so ganz musikbewanderte Leser ein Buch, das in unvergleichlicher Weise zur Musik führt und hilft klassische Musik und deren Interpreten besser zu verstehen. Für mich als Klassikliebhaberin war das Buch lehrreich und unterhaltsam zugleich. Ich möchte es vor allem jungen Lesern gerne weiterempfehlen.
Ein wunderbares Buch von einem außergewöhnlichen Pianisten, Lang Lang ist einer der besten Pianisten der Welt. Seine Konzerte sind wunderbare Geschenke an die Zuhörer. In seiner Autobiografie erzählt er von seinem garnicht unbeschwerten Weg zur Weltspitze. Auch im Licht der momentanen Diskussion unterschiedlicher Erziehungskonzepte ist dieses Buch empfehlenswert, zeigt es doch deutlich, daß Drill und hartes Einfordern von Leistung die Kinder verzweifeln lassen.
Einblicke in die Entwicklung eines Pianisten,
Als ich das Buch in die Hand nahm, fragte ich mich schon, was einen so jungern Künstler wohl bewogen haben mag, seine Autobiographie in die Welt zu setzen. Hybris? Nein, sondern der Wunsch, sich mitzuteilen und verstanden zu werden.
Und wer Lang Langs Perfomance liebt, der wird auch dieses Buch lieben. Es ist frisch in seiner an Naivität grenzenden Offenheit, leicht und fesselnd zu lesen und das ultimative Geschenk für Lang Lang Fans, die schon alle CDs haben.
Man erhält Einblicke in die Grenzen und Möglichkeiten, in China zu einem Pianisten von Weltrang zu reifen. Es zeigt, die Eislaufmutter-Mentalität der Eltern, die Identifikation des Vaters mit dem Vater Mozarts, die Lang Lang mit neun Jahren fast das Leben kosten wird...
Keine tiefen Reflektionen, keine Theorie der Musik, sondern Lang Lang, fast live.
Nummer Eins, Lang Lang, der Starpianist aus China, der bereits in jungen Jahren die bedeutendsten Konzertsäle der Welt eroberte, hat hier seine Lebens- oder eher Kinheits- und Jugendgeschichte vorgelegt. Chinesische Künstler stehen ja ohnehin schon im Ruf, bereits als Kinder reichlich gedrillt und geschunden zu werden. Lang Langs Biografie kann als geradezu paradigmatisch für diese Auffassung gesehen werden. Bereits als Kleinkind wird er darauf getrimmt, die "Nummer Eins" zu werden. Die Eltern, Opfer der Kulturrevolution, projizieren ihre ganzen Hoffnungen und Erwartungen auf ihren Sohn. Der Junge wird in eher armen Verhältnissen groß.
Nichts ist wichtiger als die Nummer eins, Nummer eins - darunter geht nichts, der Zweite verliert. Dieses Mantra bekam Lang Lang schon in frühester Kindheit eingetrichtert. Im Zuge der Ein-Kind-Politik in China lagen alle Hoffnungen und Träume seiner Eltern auf seinen Schultern. Eine wahrlich große Bürde für einen kleinen Menschen. Besonders der psychische Druck drohte Lang mehrmals zu zerbrechen. Dennoch rappelte er sich immer wieder auf, bis zum Ziel. Doch zu welchem Preis?
1982 geboren, sind Lang Langs Eltern eine Telefonistin und ein Polizist in Shenyang. Schon früh machte sich die Begabung ihres kleinen Jungen am Klavier bemerkbar, bereits mit drei Jahren bekam er Unterricht. Die Comicfiguren Tom und Jerry inspirierten ihn zum Klavierspiel, es beeindruckte ihn, wie virtuos Tom in einer Folge mit den Tasten klimperte und Jerry auf den Saiten herumsprang. Anschließend verbeugten sich beide im Smoking - und der kleine Lang war infiziert. Seine Zukunft war klar, er wollte ein großer Pianist werden. Das viele Üben störte ihn nicht, im Gegenteil, das Klavier wurde sein bester Freund. Nach seinem ersten Wettbewerbsgewinn zog Lang mit seinem Vater nach Peking, um im Konservatorium aufgenommen zu werden. Seine Mutter blieb zuhause, ihr Gehalt brauchten sie zum Überleben. Inzwischen war das Lebensziel seines Vaters klar geworden: Die Überwachung und Förderung seines Sohnes.
Gute Lehrer sind besonders wichtig, in China haben diese Professoren fast die Allmacht. Was sie sagen, wird gemacht.
»Beeindruckende, über Strecken erschütternde Lebensgeschichte eines Wunderkinds.« HörZu/ 18.12.08 »Man liest das Buch gespannt und betroffen, gewinnt einen Einblick in die Welt eines großen Künstlers, der einen bitteren Weg zur Größe durchstehen musste.« WESTFÄLISCHE RUNDSCHAU/ 19.01.
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