Der spannende, informative Insiderbericht eines FBI-Agenten. Von Rodins Maske über die Bill-of-Rights bis zu Rembrandt., Es beginnt mit einer Miami Vice-würdigen Szene: Ein Rolls-Royce, der Fahrer ein Pariser Millionär, daneben ein weiterer Franzose. Beide Verdächtige mit Verbindungen zur französischen Unterwelt. Im Kofferraum sechs gestohlene Gemälde von Degas, Dali, Klimt, O'Keefe, Soutine und Chagall. Eine Jacht im Hafen von Miami, Schampus, Bikini-Schönheiten, das Bordprogramm eines Drogenbosses. Nur, dass es sich bei den Darstellern der Inszenierung auf der Jacht allesamt um FBI-Agenten handelt. Eine Undercover-Aktion. Es geht aber nicht alleine um die sechs Gemälde aus dem Kofferraum, die Fälschungen sind, was die Franzosen jedoch nicht wissen. Die Aktion ist als vertrauensbildende Maßnahme gedacht, um endlich bei den Ermittlungen zu dem berühmten Gardner Raub von 1990 Fortschritte zu erzielen. Die Fortsetzung dieser Aktion folgt am Ende des Buches. Beides bildet den Rahmen für die Geschichten, die Robert K. Wittman, genannt Bob, Deckname Bob Clay, zu erzählen weiß.
Bob war bis zu seiner Pensionierung der einzige Kunstfahnder des FBI. Wie es dazu kam, dass er überhaupt beim FBI anfangen konnte, und wieso er sich auf die Kunstfahndung spezialisierte, das erfährt der Leser ab dem zweiten Kapitel. Bobs Vater war ein amerikanischer Waise, der als Soldat auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Tachikawa die Frau für's Leben fand: eine Japanerin, die dort als Sekretärin arbeitete. Man heiratete im Jahr 1953. Bob wurde zwei Jahre später in Tokio geboren. Später zog die Familie nach Baltimore, wo zur damaligen Zeit Japaner nicht besonders willkommen waren. Einer der Nachbarn war ein FBI-Agent, Walter Gordon. Bob verbrachte viel Zeit mit dessen Söhnen. Ms. Gordon war es, die ihm seinen ersten Geburtstagskuchen buk. Und so nebenbei entstand der Wunsch in Bob, selber FBI-Agent zu werden.
Von Misstrauen umgeben, Dass Bob Wittman tatsächlich die wertvollsten Gemälde der Welt rettete und dass diese Bilder wirklich unbezahlbar sind, scheint etwas übertrieben. Immerhin aber beträgt der Wert der von ihm und seinen Kollegen aus der Unterwelt wieder ans Licht der Öffentlichkeit gebrachten Kunstwerke mehrere 100 Millionen Dollar. Wittman leitete jahrelang eine verhältnismäßig kleine Spezialtruppe des FBI, die sich mit der Wiederbeschaffung gestohlener Kunstgegenstände beschäftige.
Als Sohn eines Amerikaners und einer japanischen Mutter sah sich Wittman in seiner Kindheit und Jugend oft rassistischer Angriffe ausgesetzt. Weil er das FBI aus eigener Erfahrung als Garant gegen diesen Rassismus kennengelernt hatte, wollte er dort als Agent arbeiten. Doch das glückte erst beim zweiten Versuch. Jahre nach seiner Ausbildung wurde er dann in die erwähnte Spezialeinheit versetzt und später zu ihrem Leiter ernannt.
Nachdem er diesen Werdegang im ersten Viertel des Buches erklärt hat, kommt Wittman dann zur Beschreibung einiger der spektakulärsten Fälle, an denen er erfolgreich mitgearbeitet hat. In einigen dieser Fälle ging er getarnt als Bob Clay in die Unterwelt. Wittman beschreibt seine Prinzipien von Undercover-Einsätzen und die Gefahren, die dabei entstehen.
Besonders spannend werden Wittmans "Endspiele" erzählt, also die tatsächliche Abwicklung der Scheingeschäfte, die zur Wiederbeschaffung der Kunstgegenstände führen sollen.
Robert K. Wittman ist beim FBI eine lebende Legende und die London Times nannte ihn "den bekanntesten Kunstfahnder der Welt". Er war der Gründer des FBI-Teams für die Aufklärung von Kunstraub und hat als Undercover-Agent Kunstwerke im Wert von Hunderten Millionen Dollar gerettet, darunter Werke von Goya, Rodin, Monet, Picasso und Rembrandt. Er erzählt seine außergewöhnliche Geschichte, die spektakulärsten Undercover-Einsätze beim FBI und seinen abenteuerlichen letzten Fall. Er sollte als Undercover-Agent die Gemälde aus einem der größten Kunstdiebstähle aller Zeiten aufspüren: dem Raub aus dem Gardner Museum in Boston, bei dem Kunstdiebe Werke von Rembrandt, Vermeer und Degas im Wert von rund 222 Millionen Euro erbeuteten.
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