วันเสาร์ที่ 14 มกราคม พ.ศ. 2555

Golo Mann: Biographie Nicht nur für Golo Mann Fans-sehr unterhaltsam



Nicht nur für Golo Mann Fans-sehr unterhaltsam, Eine tolle Biographie! Tilmann Lahme bringt einem Golo Mann (dessen Arbeiten für mich immer eher etwas trocken waren) so richtig nahe und macht ihn für den Leser wirklich lebendig. Der Stil ist erfrischend und mitreißend, so dass auch "nicht so wichtige Zeiten" wie zB die Schulzeit einfach unterhaltsam zu lesen sind. Auch für nicht eingefleischte Golo Mann Fans ist das ein interessantes und packendes Buch. Ein wenig soillte man sich aber schon für "die Manns" interessieren, sonst ginge zuviel, was das Leben Golo Manns eben auch ausmacht, ins Leere.
Der gute Golo!, Über Golo Mann "gestolpert" bin ich durch Heinrich Breloers "Die Manns". Golos schafsinnige Bemerkungen über seine Familie, besondern natürlich über seinen Vater, zeigten deutlich, wie schwer er mit dieser Vaterfigur zu kämpfen hatte und wie wenig ihm bewusst war, dass er der Einzige der Mann-Kinder war, dem es gelungen war aus dem Schatten dieses Übervaters herauszutreten und Anerkennung zu finden mit etwas ganz Eigenem.
Aber der Familiendämon saß ihm sein ganzen Leben im Nacken und dies beschreibt Tilmann Lahme sehr eindrücklich und manchmal mit einem deutlichen Unterton von Mitleid.

Golo nahm den Platz in der Familie ein, der ihm durch sein Naturel vorbestimmt war. Nicht brillant und schillernd wie seine beiden älteren Geschwister, aber sehr intelligent, verlässlich und bei Bedarf unsichtbar - Lahmes zitierte Tagebucheintragungen oder Briefe lassen ein wahrlich gruseliges Bild des mannschen Familienlebens aufkommen.

Der Nationalsozialismus und die daraus resultierende Emigration war eine Wunde, die niemals verheilte. Golo Mann hielt nach mehreren gescheiterten Versuchen räumlichen Abstand zu Deutschland, schrieb aber über sein Land und engagierte sich in der Politik. Festlegen auf eine Richtung ließ er sich nie, stand mit seinen Ansichten oft allein oder war seiner Zeit voraus, manchmal allerdings überschaute er nicht die Konsequenzen seines öffentlichen Einsatzes. (Franz-Josef Strauss).

Menschlich gesehen zeichnet Lahme das Bild eines Menschen, dessen Einsamkeit greifbar ist, der trotz vieler Freunde und Kontakte niemals das Gefühl von Geborgenheit erfahren hatte. Seiner Familie blieb Golo auf eine für Außenstehende wohl unverständliche Weise treu. Stütze für Erika, zu der das Verhältnis sehr schlecht war, Gesellschafter für die Mutter, die das Haus der Familie in Kilchberg in ein Museum verwandelte, später im Alter noch das Zusammenleben mit der ungeliebten Schwester Monika. Er musst gewusst haben, dass es ihm zu Lebzeiten niemals gelingen würde, Distanz zu seiner Familie aufzubauen.
" Etwas wollen, heisst freilich auch: auf der Hut sein gegen das, was man nicht will." ( Golo Mann), Der Autor des vorliegenden Buches Dr. Tillmann Lahme lebt als Historiker und Journalist in Göttingen. Er hat mit seiner Golo-Mann-Biographie ein betont faktenreiches Buch vorgelegt, das in fünf große Abschnitte eingeteilt ist, die ich mir an dieser Stelle zu nennen erlaube: Eine deutsche Jugend 1909-1933; II: In der Emigration 1933-1945; III: Zögerliche Rückkehr 1946-1958; IV Auf und ab; " I am getting important" 1959-1971; V: Späte Jahre: " Der Pfeil in meinem Köcher " 1971-1994.

Obschon ich Golo Manns berühmtes Werk " Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts " bereits als 17 jährige mit großer Begeisterung las, habe ich mich mit dem Autor selbst bislang nie näher befasst.

Golo Mann - berühmter Sohn, Emigrant, Gelehrter und scharfsinniger Analytiker im politischen Spannungsfeld zweier Kontinente. Zu Beginn des krisengeschüttelten 20. Jahrhunderts hineingeboren in eine der prominentesten Familien dieser Zeit, aufgewachsen in der Weimarer Republik, war er ein früher Kritiker des Nationalsozialismus. Die Emigration führte ihn über Frankreich und die Schweiz in die USA. Nach seiner zögerlichen Rückkehr nach Europa folgte mit dem »Wallenstein« und der »Deutschen Geschichte« die späte Anerkennung des Historikers, der sich bis zu seinem Tod 1994 kontrovers und unabhängig in die Geschicke der Bundesrepublik einmischte.

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