วันอังคารที่ 17 มกราคม พ.ศ. 2555

Das Leben des Friedrich Schiller: Eine Wanderung (insel taschenbuch) Sigrid Damm: Das Leben des Friedrich Schiller



Guter Einstieg, aber leider doch nicht mehr, Im Großen und Ganzen bin ich von diesem Buch eher enttäuscht. Es wirkt wie eine ungeliebte Auftragsarbeit zum 200jährigen Todestag Schillers. Es hätte viele Aspekte in Schillers Leben gegeben, die dem Buch ein wenig mehr Spannung verliehen hätten. So geht Damm beispielsweise kaum auf die Dreiecksbeziehung zwischen Ihm und den Schwestern von Lengefeld ein. Es bleiben einfach zu viele Fragen offen. Mich hätte auch interessiert wie es seiner Frau und den 4 Kindern nach Schillers Tod ergangen ist. Welche Laufbahn haben die Kinder eingeschlagen? Dem Buch fehlt ganz einfach Sigrids Herzblut.
Sigrid Damm: Das Leben des Friedrich Schiller, Das Buch gibt in einfühlsamer Weise einen sehr lebendigen Einblick in das Privatleben Schillers und zeigt durch die sehr gründliche Wiedergabe seiner Korrespondenz und schriftlicher Äußerungen von Zeitgenossen die innere Verfassung des Dichters in den verschiedenen Lebensabschnitten. Dadurch wird auch der Zugang zu seinem Werk neu erschlossen. Wer sich mit Schiller beschäftigt, kann auf dieses Buch nicht verzichten.
Schiller in seinen eigenen Worten, Zum Schillerjahr war es für mich eine willkommene Angelegenheit, mich jenseits des Schuldwissens mit dem Leben des Friedrich Schiller zu beschäftigen. Damm hat nicht eine reine Biographie geschrieben, vielmehr ist es ein Rahmen für eine Vielzahl von autobiographischen Schriftstücken Schillers sowie der Zeitgenossen, mit denen er zu tun hatte, Schiller + Co., insbesondere Goethe, in ihren eigenen Worten. Da sie alle gut schreiben konnten (wer, wenn nicht sie?, liest es sich sehr gut. Es gibt einen guten Einblick in die persönliche Situation von Schiller, der einem dabei mit seinen finanziellen Nöten, seiner angeschlagenen Gesundheit, dem rastlosen Schreiben gegen die ablaufende Zeit aufgrund seiner Krankheiten und mit seinem Familiensinn viel näher kommt, als es einem in der Schule etwas dröge, vor allem die Dichterfreundschaft zwischen Goethe und Schiller, geschildert wurde. Gerade die Gegensätze und Gemeinsamkeiten zwischen den beiden sind spürbar und reizvoll.
Der Schwerpunkt des Buches ist jedoch, wie der Titel schon sagt, das Leben Schillers. Seine Arbeiten an den Werken werden natürlich auch ausführlich dargestellt, es wäre aber für mich z. B. hilfreich gewesen, wenn wenigstens kurz die Inhalte dargestellt werden, denn nicht alle Dramen und Gedichte Schillers hat man im Detail im Kopf und man möchte nicht jedes Mal anderweitig nachschlagen. Wenn z. B. der Herzog bestimmte Passagen in den Werken nicht gefallen, wäre eine ausführlichere Darstellung der kritisierten Stellen durchaus hilfreich gewesen- das Buch wendet sich ja an eine breite Leserschaft. Und wenn z. B. über Spottverse über das "Lied von der Glocke" geschrieben wird, wäre es schön, wenn wenigstens eine kleine Passage zitiert werden würde. So wird man neugierig gemacht, kommt aber kaum an die Information. Ebenso wäre es schön gewesen, wenn nicht nur über die verschiedenen Gemälde, Büsten etc. von Schiller ausführlich geschrieben würde, sondern sie auch abgedruckt wären, denn so kann man kaum nachvollziehen, auf was sich die Autorin bezieht. Gleichfalls hätte es mir gefallen, wenn noch ein kleiner Abschnitt über Schillers Familie nach seinem frühen Tod enthalten gewesen wäre, da sie einem in den Zitaten regelrecht ans Herz wächt und ich gerne mehr erfahren hätte, wie es mit ihnen weiterging.
Jetzt sind meine Kritikpunkte vielleicht etwas lang ausgefallen im Vergleich zu meinem Lob; insgesamt hat mir die Biographie aber sehr gut gefallen und mich z.T.
Schiller begegnen, Was erwartet den Leser, der Sigrid Damms Buch in die Hand nimmt? Eine Lebensbeschreibung des Dichters, so steht es im Titel, aber keine literarische Bewertung und Einordnung. Und was hat es mit dem Untertitel "Eine Wanderung" auf sich? Nach dem Lesen des Buches weiß ich, dass Sigrid Damm mit Schiller gewandert ist, und ich als Leser die beiden begleitet habe.Es ist die Authenzität, die das Buch so außerwöhnlich schön macht. Die Autorin selbst webt in die Lebensbeschreibung des Dichters ihre eigenen Erfahrungen mit Schiller, dem sie lange nur aus großer Distanz begegnete, ob in ihrer Jugend oder Studentenzeit oder in späteren Jahren. Ihr gelingt es dabei, ganz persönlich zu bleiben und dem Leser nicht ihr eigenes Urteil zu oktroyieren. Sehr intim sind allzumal jene Stellen des Buches, in denen die Autorin über ihre Reisen erzählt, die sie während der Arbeit an ihrem Buch machte, an Orte, die mit Schiller direkt und seiner Familie verknüpft sind. Hier erspürt der Leser, wie nahe sie dem Dichter im Laufe ihrer Arbeit gekommen ist.
Die einfühlsame Lebensbeschreibung Schillers erfolgt chronologisch, und wo es für das Verständnis des jeweiligen Ausschnittes notwendig ist, fügt Sigrid Damm zeitliche Rückblenden ein und beleuchtet die Zusammenhänge, gibt Ausblicke auf die Rezeption verschiedener Werke und lässt Menschen zu Wort kommen, die nach seinem Tod über ihn geschrieben und sich mit ihm auseinandergesetzt haben. Authentisch ist diese Lebensbeschreibung, weil Sigrid Damm Schiller persönlich so oft zu Wort kommen und den Leser damit teilhaben lässt an seinem Denken und Fühlen, an seinem Ringen um sein poetisches Programm, an den Kämpfen um Anerkennnung im gesellschaftlichen Leben und als Dichter. Schillers Zeitgenossen treten in einen Dialog ein, indem die Autorin ihnen Platz gibt, ihre mitunter konträren Haltungen und Ansichten zu äußern. Dafür hat sich Sigrid Damm auf die unzähligen Briefe von Schiller und an Schiller als Quelle gestützt und mit großem Gespür und Feingefühl Zitate aus diesen Briefen in ihre biographische Erzählung eingearbeitet.
Vorsichtige Annäherungen, Sigrid Damm, die vielen bekannt sein dürfte als Biografin von Cornelia Goethe und Christiane Vulpius hat sich mit diesem Buch an die Gestalt Friedrich Schillers anzunähern versucht - in der Beshreibung ihres eigenen Kennenlern-Prozesses zeigt sie uns die aus unsäglichen, für heutige Menschen kaum vorstellbare Bedingungen gewachsene Persönlichkeit dieses "großen deutschen Dichters" und wir erleben, wie sich eine neue Welt öffnet......für Sigrid Damm, wie für den Leser.
Herzlichen Damk für diese von großer Sachkenntnis und seh viel Genauigkeit in der Beschreibung der geschichtlichen Zusammenhänge und Gegebenheiten des damaligen Alltags erzählte Begegnung mit dem Menschen Schiller - und für die Begreifbarmachung der überaus mühevollen Entstehungsprozesse seiner Werke; dennoch hätten diese ohne die immer wieder glückhaft erscheinenden wichtigen und hilfreichen Menschen in Schillers Leben nicht zustande kommen können.
hier lernt man goethe lieben, ich finde frau damms biographie leider etwas schwächlich. zu lang sind die passagen, in denen sie sich lediglich zitate anderer bedient, zu sehr tritt sie oft als biographin zurück. um dann wieder unvermutet und manchmal unerträglich gefühlig-subjektiv vermutungen über schiller anzustellen. die erste hälfte habe ich mit viel vergnügen gelesen, der ich sehr wenig über schiller wusste. und die zweite hälfte, die dann eher stilistisch dahindümpelt, macht perfiderweise sehr viel mehr lust auf den grossen freund schillers und den nun mal auch ausgewiesenermassen lieblingsschriftsteller der damm, j.w. von goethe. die beziehung der beiden männer ist durchaus spannend. aber ein bisschen weniger blasse zurückhaltung der biographin und eine eingehendere schilderung und untersuchung des schillerschen werkes hätte ich mir gewünscht.
Pastiches schreibend, Ganz wie Marcel Proust möchte ich mich an einem "Pastiche" versuchen, d. h. meine Rezension im Stil von Frau Damm verfassen. Also los geht's:

Mich Damms Schillerbuch nähernd.
Abwartend. Zürnend. Die Materie umkreisend.
Kaum ganze Sätze.
Partizipien verwendend.
Wichtig vorkommend.
Eindruck kritischer Distanz erweckend. Damit eigenes Unvermögen überspielend.
"Zitierend", der "Stil", aus "Fragmenten" und "einzelnen" "Satzfetzen" Neues "kreieren[d]", dabei "Zitat[e]" verfälschend und "[an]passen[d]".
Zwei Punkte vergebend weil seltsamerweise zu Ende gelesen habend.
Opiumschlummer und Champagnerrausch,
Es war keine Liebe auf den ersten Blick, eher Distanz, die Sigrid Damm anfangs für Friedrich Schiller empfand. Und damit ist sie gewiss nicht allein. Viele tun sich etwas schwer mit diesem Autor. Fehlen ihm doch die Wärme, die zum Beispiel die Gedichte Goethes ausstrahlen, und seine Universalität. In den Dramen allerdings ist er groß - größer als Freund Goethe. Dennoch hat sich die Gothaerin Sigrid Damm, die sich mit Biografien über J. M. R. Lenz und Cornelia Goethe, mit der Arbeit über "Christiane und Goethe" sowie dem Roman "Ich bin nicht Ottilie" einen Namen gemacht hat, auf "eine Wanderung" zu Friedrich Schiller begeben.

Eine Liebeserklärung ist daraus nicht geworden, aber eine Entdeckunsgreise von großer Sachkunde und höchstem Respekt für einen der größten deutschen Dichter. So erschließt sich für den Leser, nicht zuletzt auch durch Sigrid Damms wunderbare Art des Erzählens, dieser Friedrich Schiller, dessen 200.
Hier schreibt eine Autorin, deren Kenntnis des Schillerschen Lebens in eine umfassende Darstellung mündet., Schillers Leben folgt Sigrid Damm im intensiven Dialog mit dem Dichter selbst, begleitet ihn bei seiner Flucht aus Württemberg, beobachtet ihn auf den verschiedenen Etappen, die den Weg vom Stürmer und Dränger bis zum anerkannten Freund Goethes markieren. "Das Leben des Friedrich Schiller - Eine Wanderung" bietet dem Leser die Möglichkeit, die Biographie eines großen Dramatikers, Dichters und Philosophen nachzuvollziehen, detailliert den Werdegang und die Persönlichkeit Schillers zu betrachten.

Hier schreibt eine Autorin, deren Kenntnis des Schillerschen Lebens in eine umfassende Darstellung mündet. Sigrid Damm schaut auf das Leben, auf den Autor wie den Privatmann Friedrich Schiller. Aus dem immensen Fundus der Briefe Schillers bildet sie die Grundlage, entfaltet die Schattierungen einer wechselhaften Karriere, die vom gefeierten Jungautor zum Klassiker der Deutschen führt. Mit sicherer Hand skizziert "Das Leben des Friedrich Schiller" die Stationen Schillers; gerade diese souveräne Beherrschung der biographischen Aspekte macht einerseits Sigrid Damms Buch lesenswert und aufschlussreich, lässt andererseits aber auch die einzige Schwäche entstehen: Das Leben überdeckt hier das Werk. Was den Schriftsteller auszeichnet, was ihn heute noch für uns zugänglich macht, ist und bleibt sein künstlerisches Schaffen. Sigrid Damm vermittelt vorrangig den Dichter, nicht die Dichtung. Es bleibt eine informative und anschauliche Biographie, die allerdings den Kontakt zum Werk etwas weniger hätte scheuen sollen. Wer den Zugang zum Menschen Schiller sucht, wird hier fündig - dem Werk jedoch muss der Interessierte sich selbst zuwenden.
Schlaflos in Jena, Passend zum Schillerjahr erschien Sigrid Damms „Das Leben des Friedrich Schiller", ein Buch das fast immer chronologisch den Lebensweg Schillers nachzeichnet.
Wenn man sich überlegt, dass Schiller als klassischer Stubenhocker ein Leben führte, das ihn von Stuttgart über Mannheim nach Jena bzw. Weimar führte, so muss dieses äußerlich ereignislose Leben in seiner biographischen Darstellung andere Schwerpunkte haben. Wenn man auch sagen kann, dass Sigrid Damm wenig auf die Werke Schillers eingeht, dann kann man ermessen, dass die Biographie hauptsächlich den „privaten" Schiller zeigt. Dies ist der unendliche Vorzug des Werkes, dass sehr kenntnisreich und mit sehr vielen und langen Zitaten aus der Korrespondenz Schillers und seiner Zeitgenossen das tägliche Leben des Schriftstellers nachgezeichnet wird.

Wandernd, wie der Untertitel verheißt, will Sigrid Damm sich ihrem Objekt annähern. Dabei war es keine Liebe auf den ersten Blick. Die bronzene Klassikerstarre, die Friedrich Schiller anhaftet, versperrt noch heute vielen den Weg zu ihm. Eine neue Form musste her, weder wissenschaftliche Biografie noch biografische Romanform. Wie im Selbstgespräch versunken, gleichsam meditierend, arbeitet die Biografin über die Entstehungsgeschichte seiner Werke einen Dichter heraus, dessen Vita neben der des dionysischen Goethe stets merkwürdig abgedunkelt erscheint. Sigrid Damm schaltet einfach das Licht an. Und schlagartig wird es hell um den Menschen Friedrich Schiller. Die äußere Ereignislosigkeit des biografischen Lebenswegs erstaunt. Stuttgart, Mannheim, Jena, Weimar. So lautet die Simpelstrecke des jungen Stuttgarter Regimentsmedicus, der 1782 am Mannheimer Nationaltheater mit seinen Räubern zum „teutschen Shakespear“ aufstieg, wie die Presse jubelte. Bereiste der spätere Freund und Rivale Goethe südliche Zonen, ließ sich von außen inspirieren und meißelte schon früh an seiner Büste für die Nachwelt, so taugte der Idealist Schiller wenig zum Star und schöpfte einzig aus seinem überreichen Innenleben. Keinen der zahlreichen Handlungsorte seiner Dramen hat er je zu Gesicht bekommen. Wenig weltläufige empfand er sich als „Thier, dem gewiße Organe fehlen“. Durchsetzt von einer wahren Zitatensammlung, fließend eingewoben in den Text, wird eine ganze Epoche lebendig.

ไม่มีความคิดเห็น:

แสดงความคิดเห็น