Begegnung mit menschlicher Groesse, Beim ersten Lesen vor etwa zehn Jahren war ich noch nicht fuer dieses Buch, fuer diese Frau und die sich durch sie vermittelnde Weisheit bereit. Als mir das Buch nunmehr wieder in die Haende kam und ich darin blaetterte, geriet ich gleich in den Bann der Lou Andreas-Salome, jener grossen Denkerin, Schriftstellerin, Analytikerin und nicht zuletzt Gefaehrtin, Freundin und Geliebten vieler grosser Maenner ihrer Zeit. Cordula Koepcke zeichnet in seelenbalsamartigem Deutsch den Weg, vor allem den inneren Weg, dieses unbeirrbar freien Geistes nach und laesst dabei langsam ein Bild von Lou Andreas-Salome entstehen, das immer komplexer und unwirklicher wird, denn es wird zunehmend schwerer, sie mit irgendeiner anderen bekannten oder unbekannten, lebenden oder toten Frau zu vergleichen. Wer kann sich schon einen Menschen von einer solchen Intelligenz und Unabhaengigkeit vorstellen, mit derartigem Tiefsinn, kreativem und spirituellem Gespuer, mit so viel Sinn fuer geistige Hoehen und psychische Niederungen, der noch dazu von seelischer Gesundheit nur so strotzte und von anderen Zeitgenossen immer wieder als Ausgeburt der Herzlichkeit und Bescheidenheit, der Lebensfreude und des Mitgefuehls bezeichnet wurde? Es verlangt nicht wenig vom Leser, sich auf eine derartige Ansammlung herausragender Eigenschaften einzulassen und den dargestellten Charakter in der eigenen Vorstellungswelt mitentstehen zu lassen. Viel leichter ist es, die Echtheit einer solchen Persoenlichkeit anzuzweifeln oder ihr aufgrund mangelndem Herzleids Egoismus anzukreiden. Wenn man sich aber doch ein bisschen auf diese Frau einlaesst, mag es durchaus sein, dass mancher sogar ganz froh ist, so einem Menschen nie begegnet zu sein, nicht nur, weil dies eine ganz ungewoehnliche und sicherlich nicht nur angenehme Herausforderung bedeutet haette, sondern vielleicht auch, weil das Wissen um die schiere Existenz eines solchen Menschen die Ueberpruefung eigener Grundkonzepte verlangt haette. Mich zwang dieses Buch jedenfalls dazu, den Gedanken aufzugeben, dass ein Mangel an menschlicher Schwaeche eine Charakterschwaeche sein muss.
Bester Roman über Lou Andreas-Salomé, Von Ein Kunde
Das Buch von C. Koepcke ist in meinen Augen die beste und auch die umfangreichste Biographie. Leider werden Fakten nicht immer durch Anmerkungen fundiert und Bezüge zu anderen Autoren sind nicht immer stimmig. Die zu H.F. Peters unterschiedliche Schilderung der Lebenssituation LAS in Göttingen: Die Interpretation mit der Wildente ist mir nicht schlüssig genug, so liest sich die Biographie wie ein Roman und sollte dem Leser auch als dieses bewusst sein. Gut ist das hier der gesamte Lebenslauf behandelt wird und nicht nach 1911 gestorben wird. Die Einschätzungen der Persönlichkeit Lou Andreas-Salomés sind sinnig und ermöglichen einen viel tieferen Einblick als bei anderer Literatur.
Die Welt wird größer durch dieses Buch., Von Ein Kunde
Ein Buch für Frauen, die suchen. Suchen nach eigener Stärke, unabhängig von dem Außen. Suchen nach Gleichgesinnten. C.Koepcke, selbst sichtlich beeindruckt von der Person Lou Salome, malt recht objektiv das Bild einer herausragenden Persönlichkeit. Lou Salome, eine Frau, so sehr bei sich und unabhängig von ihrer Umgebung, so sehr auch ihrer Zeit voraus. Sie bezaubert durch ihr Wesen und Intellekt Menschen wie Nietzsche, Freud, geht ein Stück mit Rilke ihren Weg und gibt sich nie auf. Ein echtes power-Buch, das Lust auf viel viel mehr macht.
nicht so doll, Von Ein Kunde
Das Buch ist so geschrieben, als wäre es um die Jahrhundertwende entstanden. Wahrscheinlich mit der Intention, die Zeit in der die beschriebene Frau lebte, wieder auferstehen zu lassen. Hm, auf mich hat das Buch sehr langweilig gewirkt zum Einen vom Schreibstil und zum Anderen vom Inhalt, d.h.
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