วันอังคารที่ 10 มกราคม พ.ศ. 2555

Über kurz oder lang: Erinnerungen an Erich Fried Guter zu gutem Preis



Zeitdokument einer ungewöhnlichen Ehe,
Schon das Titelbild zeigt ein ungewöhnliches Paar: sie ist groß und schlank, er dagegen sieht klein und hässlich neben ihr aus. Sie nennt ihn Froschkönig!

Catherine Fried kommt 1965 als junge Frau nach Wien, wo sie Erich Fried, dem damals schon recht bekannten jüdischen Dichter, Essayisten und Übersetzer, vorgestellt wird. Er ist ein untersetzter, dicklicher und unansehnlicher Mann. Erich Fried ist in Gedanken, redet mit seinem Freund Georg Eisler über Politik und nimmt kaum Notiz von der jungen Dame. Dennoch hat er sie aus den Augenwinkeln wahrgenommen. In London, wo sie sich wieder sehen, beginnt Mitte der sechziger Jahre zwischen den beiden eine einmalige und gewiss auch eine der aufregendsten Beziehungen in Künstlerkreisen. Catherine Boswell ist 29 Jahre alt, Erich Fried ist 15 Jahre älter und hat bereits zwei Ehen hinter sich.

Catherine schildert mit innerer Distanz und ausgeprägtem Sinn für die skurrilen Eigenheiten ihres zukünftigen Ehemannes ihr beginnendes Zusammenleben. Er wirbt unverdrossen um sie, und sie lässt sich endlich 1965 auf eine Ehe ein, die nur mit einem hohen Maß an Toleranz zu bewältigen ist. Sie bekommen zu den drei schon vorhandenen Kindern aus seinen verflossenen Ehen, die teilweise auch bei ihnen wohnen, noch drei weitere Kinder. An den Kindern hängt Fried närrisch, und auch seine ehemaligen Frauen gehören zum Tross der Menschen, die sein Leben und seine Häuser bevölkern. Die 68 ziger Jahre mit den revolutionären politischen Entwürfen zur gesellschaftlichen Veränderung hielten ausdrücklich auch in ihrem Hause Einzug. So finden sich immer häufiger Gäste und auch Schmarotzer bei dem Paar ein.
Erinnerungen an einen Poeten und Menschen voller Widersprüchlichkeit - Erich Frieds Witwe erzählt aus einem politischen Leben, Zwanzig Jahre ist es her, dass der Dichter gestorben ist, aus dessen Feder die erfolgreichsten sowohl politischen als auch romantischen Gedichte der deutschen Nachkriegszeit entstanden sind. Erich Fried starb 1988 und hinterließ nicht nur Tausende von Gedichten, gute und auch schlechte, sondern auch eine Frau.
ungewöhnlicher einblick in ungewöhnliche ehe, Als ehemals große Verehrerin von Erich Frieds Gedichten, hat mir dieses Büchlein sehr interressante und aufschlussreiche Einblicke in den Mann Erich Fried und sein Leben ermöglicht. Catherine Fried schreibt ausgesprochen kurzweilig und humorvoll, - einfach total nett zu lesen! Ich habe immer wieder nur gestaunt und geschmunzelt, was für eine eigenwillige Person Erich Freid gewesen sein muß, wie ungewöhnlich sein Familien- und Eheleben verlief und wie tolerant eine Frau sein muss, die 25Jahre mit ihm verheiratet geblieben ist und noch viel später erst diese liebevollen, rückblickenden Erzählungen verfasst hat.
Wunderbares Buch, Vor kurzem las ich die Autobiografie von Erich Fried "Mitunter auch Lachen". Dieses Buch gefiel mir sehr und ich war neugierig auf die Erinnerungen von Frieds dritter Ehefrau, Catherine Boswell, an die gemeinsame Zeit mit Fried bis zu dessen relativ frühen Tod im Jahre 1988.

Ein wunderbares Buch. Es wirkt ehrlich, ungeschönt. Vor allem der erste Teil ist so geschrieben, dass man oft den Kopf schüttelt, manchmal auch herzhaft lacht. Eine Mäusefamilie, von Erich Fried gehätschelt, zieht andere Tiere magisch an..., der Haushalt ist immer etwas am Rande des Chaos.

Ein liebevolles und treffendes Bild Erich Frieds als Ehemann und Vater und zugleich ein heiteres Portrait der Zeit, vor allem der verwickelten siebziger Jahre.

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